"Mehr Chancen für Arbeiterkinder"

Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle freut sich auf den Dialog mit dem Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern, Dr. Johannes Friedrich, der am Freitag bevorsteht. Die Kirchen spielen als Schulträger in Bayern eine wichtige Rolle.

24.11.2008 Bayern Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

Mit dem Landesbischof, der sich heute in Straubing zur Situation der schulischen Bildung geäußert hatte, ist sich der Minister einig, dass die Durchlässigkeit des Schulwesens in Bayern weiter erhöht werden soll.

"Wir werden auch alle Anstrengungen unternehmen, um unsere Kinder und Jugendlichen noch fitter zu machen, dass sie ihr Leben eigenverantwortlich und erfolgreich bewältigen können". Dazu werde Bayern die Qualität des Unterrichts weiter verbessern, die Hauptschule weiter stärken, Kinder mit Migrationshintergrund sprachlich noch intensiver fördern, die Begabungsschätze aller Schüler heben und das Schulwesen noch durchlässiger gestalten.

"Das differenzierte Schulwesen Bayerns befähigt die Schüler mit ihren unterschiedlichen Begabungen zu sehr guten Leistungen", kommentierte Kultusminister Spaenle die Ergebnisse des PISA-Ländervergleichs und ist sich mit Johannes Friedrich einig, dass eine Schulstrukturdiskussion nicht zur Verbesserung von Schule und Unterricht führt.

Gute Bildungschancen unabhängig von sozialer Herkunft

Spaenle zeigte sich erfreut, dass nach aktuellen Erkenntnissen die Bildungschancen für junge Leute in Bayern weniger als bisher an die soziale Herkunft geknüpft sind. So sind die Chancen eines Facharbeiterkindes im Freistaat, ein Gymnasium zu besuchen, gegenüber dem Jahr 2000 spürbar gestiegen. Die Investitionen Bayerns in die Sprachförderung trage erste Früchte: Kinder mit Migrationshintergrund erreichen im bundesweiten Vergleich ein sehr hohes Kompetenzniveau beim Lesen.

Den privaten Schulen komme eine hohe Bedeutung im Freistaat zu. Deshalb sieht es Minister Spaenle als großes Anliegen, die im Koalitionsvertrag vorgesehenen Maßnahmen umzusetzen.


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