Migrantenkinder aus Baden-Württemberg stehen im innerdeutschen Ländervergleich gut da
Kultusminister Helmut Rau hat die Kritik der Landtags-Grünen am bildungspolitischen Engagement der Landesregierung für Migrantenkinder zurückgewiesen. "Die Grünen ignorieren die zahlreichen bildungspolitischen Initiativen und Projekte der Landesregierung, die auch der Verbesserung der Bildungschancen von Migrantenkindern dienen." Dazu zählt Rau den Ausbau der frühkindlichen Förderung ebenso wie Maßnahmen zur Verbesserung der Ausbildungsreife von Hauptschülern.
28.08.2008 Baden-Württemberg Pressemeldung Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-WürttembergKinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund aus Baden-Württemberg verzeichneten im Ländervergleich eine unterdurchschnittliche Schulabrecherquote, eine überdurchschnittliche Erwerbsquote von Studienberechtigungen über berufliche Schulen und ein überdurchschnittliches Kompetenzniveau beim letzten PISA-Ländervergleich. "Diese Fakten sind für uns kein Ruhekissen, sondern Ansporn, mit gezielter Förderung die schulische Situation von Migrantenkindern weiter zu verbessern", sagte Rau.
Zur Forderung der Grünen nach mehr Lehrkräften mit Migrationshintergrund sagte der Minister: "Ich freue mich über jeden jungen Menschen mit Migrationshintergrund, der den Lehrerberuf ergreifen möchte. Zumal wir in Baden-Württemberg bessere Einstellungsperspektiven bieten können als andere Länder." Hochglanz-Werbekampagnen würden jedoch wenig bringen, ist sich der Minister sicher.
Eine sinnvolle Möglichkeit bestünde darin, geeignete junge Migranten im Rahmen der Studien- und Berufsberatung gezielter auf die Möglichkeit eines Lehramtsstudiums hinzuweisen.
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