Minister Schneider und Staatssekretär Sibler am Servicetelefon zu Bildungsfragen zum "Bildungsland Bayern"

Vielfältige Ratschläge und Auskunft gaben heute Bayerns Kultusminister Siegfried Schneider und Kultusstaatssekretär Bernd Sibler am Servicetelefon der Bayerischen Staatsregierung. Unter dem Motto "Bildungsland Bayern – Wie sind gut … und werden noch besser" informierten sie dabei auch über Investitionen, die der Freistaat im kommenden Schuljahr an den Schulen vornimmt. Vor allem forcieren Minister Schneider und Staatssekretär Sibler massiv den Ausbau von Ganztagsangeboten und den Abbau der Höchstgrenze von Schülern in einer Klasse z.B. an Gymnasien und Realschulen.

23.04.2008 Bayern Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

"Mit zehn zusätzlichen Lehrer-Wochenstunden und 3.000 Euro pro Jahr können wir die Schülerinnen und Schüler an insgesamt 40 Grundschu-len in Ganztagsangeboten im Freistaat sehr gut fördern", so Minister Schneider. Derzeit laufe ein Modellversuch, mit dem vor allem Kinder mit Sprachschwierigkeiten besonders unterstützt werden sollen. Im nächsten Schuljahr werden die Ergebnisse des Modellprojekts evaluiert und gegebenenfalls ausgeweitet.

Für seine Hauptschulinitiative, mit der Minister Schneider erreichen will, dass alle Schülerinnen und Schüler dieser Schulart die Ausbildungsreife erlangen, wurde Minister Schneider von einer Lehrkraft aus dem Landkreis Schweinfurt am Telefon ausdrücklich gelobt: "Ein hervorragendes Konzept", so der Lehrer. Minister Schneider führte aus, dass es ein wichtiges Element der Hauptschulinitiative sei, die Inhalte in Module, eine Art Lernbausteine, zu zerlegen, die aufeinander aufbauen und von den Schülerinnen und Schülern gut eingeübt werden können.

Über spezielle Angebote, wie hochbegabte Kinder besonders gefördert werden können, informierte sich eine Mutter aus der Region München. An vier Standorten in Bayern gebe es eigene Hochbegabtenzüge, so Minister Schneider. Derzeit tausche Bayern mit Baden-Württemberg Erfahrungen aus, wie eine intensivere zusätzliche Förderung von sehr begabten Kindern ermöglicht werden kann.

Die Sprachförderung für Kinder mit Migrationshintergrund wird der Freistaat im kommenden Schuljahr in Kindertageseinrichtungen und an Grundschulen spürbar von 160 auf 240 Stunden ausweiten, machte Staatssekretär Sibler auf eine Anfrage aus Unterfranken deutlich.

Die Suche nach geeigneten Lehrkräften für das Gymnasium war das Anliegen einer Mutter aus Oberbayern. Staatssekretär Bernd Sibler: "Es ist uns ein großes Anliegen, dass wir eine gute Lehrerversorgung haben." Im kommenden Schuljahr würden allein Mittel für zusätzliche 2245 Lehrerstellen bereit gestellt. Damit lasse sich die Unterrichtsversorgung z.B. an Gymnasien und Realschulen weiter verbessern. Ein Problem bleibe allerdings, dass der einzelne Studierende selbst entscheide, welche Fächer er studiere und welchen Abschluss er anstrebe. Leider stünden derzeit nicht ausreichend Absolventen für das Lehramt an Gymnasien für die Fächer Mathematik und Physik zur Verfügung.

Auch das Anliegen, nach Bayern versetzt zu werden, wurde von mehreren Lehrkräften an die politischen Entscheidungsträger herangetragen. Eine Lehrkraft aus Thüringen möchte ebenso wie ein Lehrer aus Nordrhein-Westfalen gern in Bayern Unterricht geben. Minister Schneider und Staatssekretär Sibler baten sie darum, dass sie den entsprechenden Antrag stellen.


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