Förderung

Ministerin Ernst im Landtag:

Begabten- und MINT-Förderung an schleswig-holsteinischen Schulen sollen besser miteinander verzahnt werden

28.02.2017 Schleswig-Holstein Pressemeldung Ministerium für Schule und Berufsbildung des Landes Schleswig-Holstein
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„Wir wollen die Begabungspotenziale möglichst aller Kinder und Jugendlichen - unabhängig davon, welche Schulart sie besuchen - erkennen und fördern“, sagte Bildungsministerin Britta Ernst am 24. Februar im Landtag bei der Debatte um die vom Ministerium vorgelegten Berichte zur Begabungsförderung und zur Förderung der MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik). Die Berichte zeigten, dass es bereits eine Vielzahl von Angeboten und Aktivitäten in der Begabten- und in der MINT-Förderung gebe. „Jetzt kommt es darauf an, diese Angebote zu stärken und sie besser miteinander zu vernetzen“, sagte Ernst. 

„Das schleswig-holsteinische Prinzip der schulartübergreifenden und flächendeckenden Begabungsförderung hat sich bewährt“, sagte Bildungsministerin Britta Ernst. Sowohl innerhalb als auch außerhalb der Schule gebe es eine Vielzahl von Angeboten für Kinder und Jugendliche mit besonderen Begabungen. So seien mittlerweile 17 „Kompetenzzentren Begabtenförderung“ und 48 SHiB-Schulen (Schulen inklusive Begabtenförderung) über alle Schularten hinweg etabliert und bildeten ein stabiles Netzwerk. Darüber hinaus böten zehn Enrichment-Verbünde vielfältige Kurse außerhalb des Unterrichts, an denen allein im vergangenen Schuljahr 2.500 Schülerinnen und Schüler teilgenommen hätten. JuniorAkademien, Stipendien und Wettbewerbe seien weitere erfolgreiche Instrumente bei der Begabtenförderung.

Auch im MINT-Bereich gebe es eine Reihe von guten Angeboten, die zum Teil mit Unterstützung von engagierten Kooperationspartnern erfolgreich umgesetzt würden. Dazu gehörten viele Wettbewerbe aber auch Schülerlabore. Die Kontingentstundentafel sichere außerdem ein breites Angebot an MINT-Fächern, die neuen Fachanforderungen und innovativen Aus- und Fortbildungsangebote für die Lehrkräfte stärkten zudem das MINT-Angebot in der Schule.

Ministerin Britta Ernst sagte: „Wir wollen die bestehenden Angebote noch stärker vernetzen und in der Fläche für alle Schulen nutzbar machen. Wir wollen nicht nur die kleine Gruppe der zwei Prozent Hochbegabten erreichen, sondern die gesamte Gruppe - die 20 Prozent leistungsstarke Schülerinnen und Schüler.“ Um die Begabtenförderung weiter zu entwickeln, werde sie zu einem Runden Tisch einladen, um mit Eltern, Schülerinnen und Schülern, Verbänden und den Kooperationspartnern über Verbesserungen zu beraten. Außerdem wolle man die gemeinsam von den Kultusministerinnen und –ministern auf den Weg gebrachte Initiative nutzen. In einem ersten Schritt gehe es darum, weitere Schulen zu unterstützen. In einem zweiten darum, gewonnene Ergebnisse in der Fläche umzusetzen. „Denn das ist die Herausforderung in allen Bundesländern: Sicherzustellen, dass wir alle Schülerinnen und Schüler erreichen“, sagte Ernst.

„Im MINT-Bereich können wir dank der Unterstützung der Joachim Herz Stiftung, der Christian-Albrecht-Universität  zu Kiel und dem Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik (IPN) an vier Standorten im Land MINT-Forschungszentren entwickeln.“ Diese Schülerforschungszentren böten interessierten Kindern und Jugendlichen Entwicklungspotenziale und seien besonders gut geeignet, die MINT-Bildung zu stärken. Zudem solle mit Unterstützung von Nordmetall und der Joachim Herz Stiftung ein MINT-Forum gegründet werden, das die vorhandenen Aktivitäten besser miteinander verzahne und den Schulen helfe, Kooperationspartner zu finden.


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