Philologen-Verband NRW

Mit dem Angebot der Sekundarschule müssen Kommunen verantwortlich umgehen!

Der PhV NW begrüßt, dass der Schulkonsens in NRW mit dem heutigen Tag eine parlamentarische Mehrheit gefunden hat.

20.10.2011 Pressemeldung Philologenverband NRW (PhV NRW)

Mit der Möglichkeit der Sekundarschule wird den Schulträgern die Gelegenheit gegeben, insbesondere auf den demografischen Schülerrückgang mit einem wohnortnahen Schulangebot zu reagieren.

Allerdings verfolgt der PhV aktuell die Entwicklung in zahlreichen Gemeinden mit zunehmender Besorgnis. Statt die Einrichtung der Sekundarschule als eine "Ausnahmeregelung" zu bewerten, reagieren Kommunalpolitikerinnen und Politiker vorschnell und geradezu panikartig, in dem sie funktionsfähige und stabile Realschulen zu schließen beabsichtigen.

"Es ist ein Skandal, dass in nicht wenigen Fällen dabei weder die Lehrerinnen und Lehrer unmittelbar betroffener Schulen weder befragt noch Schulkonferenzen in den Entscheidungsprozess einbezogen werden. Wenn diese Entwicklung sich wie ein Flächenbrand ausbreitet, dann wird aus dem Schulkompromiss ein Schulunfrieden, den keiner mehr steuern kann und den keiner möchte. Die politisch verantwortlichen Parteien, die den Schulkonsens tragen, müssen jetzt schnellstens aktiv werden und dort eingreifen, wo vor Ort ohne jedes Fingerspitzengefühl Hals über Kopf Schulqualität geopfert wird," so Peter Silbernagel, Vorsitzender des Philologen-Verbandes NW.


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