Bayern

Mit der Abschaffung der Hauptschule schafft man nicht den Hauptschüler ab

Der Vorsitzende der CDU-Bildungskommission, Kultusminister Roland Wöller, Sachsen, erklärt in einem Interview in der Deutschen Handwerkszeitung (DHZ), dass die Abschaffung der Hauptschule unaufhaltsam sei. Wenn es keine Hauptschule mehr gibt, wo sollen die Hauptschüler dann unterrichtet werden? Die Lösung ist für die CDU das Schulmodell in Sachsen mit deren Mittel- oder Oberschule. Dort werden auch noch Jahrgangsstufe 5 und 6 gemeinsam unterrichtet, dann wird ein Hauptschulgang oder ein Realschulgang gewählt. Die CDU betreibt unaufhaltsam linke Bildungspolitik durch die Befürwortung längeren gemeinsamen Lernens und verwendet den Begriff Bildungsgang aus der Gesamtschule.

27.06.2011 Pressemeldung Landeselternverband Bayerischer Realschulen (LEV-RS)

Allerdings verkennt die CDU, dass mit der Zusammenlegung von Hauptschule und Realschule nicht nur die Hauptschule abgeschafft wird, sondern damit auch die erfolgreiche Realschule stirbt. Es ist infam, dies zu wollen. Der demographische Faktor wird dazu als Begründung über Gebühr strapaziert. Anstelle den Ländern auf Grund des Föderalismus die Gestaltung ihres Bildungswesens zu überlassen, hat die CDU nichts Besseres zu tun, als linke Bildungspolitik in Richtung Gemeinschafts- und Einheitsschule zu betreiben. Vielmehr sollte die CDU sich darum bemühen, dass die Schulabschlüsse der Länder vergleichbarer und die Bildungsstandards endlich verbindlich festgelegt werden. Es nützt die "beste" Reform nichts, wenn ein Schulabschluss nicht das enthält, was er verspricht. Das schadet allen. Zumindest in Bayern legt man noch Wert auf Qualität und das für alle Schularten.


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