Forderung

"Mondays for Matura"

Der Deutsche Philologenverband fordert grundlegende Struktur-Reform der Kultusministerkonferenz und nicht nur ein "Reförmchen".

20.08.2019 Bundesweit Pressemeldung Deutscher Philologenverband (DPhV)
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"Nicht nur angesichts des Dauerproblems Lehrkräftemangel ist eine grundlegende Reform der Kultusministerkonferenz notwendig! Deshalb: Keine einjährige Amtszeit des Präsidenten mehr, sondern mindestens eine dreijährige! Kein amtierender Kultusminister sollte mehr Präsident sein, sondern einer oder eine, die diesen Ministerposten bereits hinter sich hat!", fordert die Vorsitzende des Deutschen Philologenverbandes Lin-Klitzing.

Der Deutsche Philologenverband hält die Arbeit der Kultusministerkonferenz für unverzichtbar und drückt an dieser Stelle seine explizite Wertschätzung für den amtierenden Präsidenten der Kultusministerkonferenz aus. Gleichzeitig jedoch formuliert die DPhV-Vorsitzende Lin-Klitzing: "Ich halte eine Professionalisierung der Arbeit der Kultusministerkonferenz für unbedingt nötig, um die Probleme im Bildungsbereich langfristig lösen zu können! Jährlich wechselnde Schwerpunktsetzungen erschweren das substanzielle Angehen der länderübergreifenden Probleme: dazu gehören die Vergleichbarkeit des Abiturs auf höherem Niveau sowie der anderen Schulabschlüsse, die Digitalisierung und der wiederkehrende "Schweinezyklus" von regelmäßig zu vielen und zu wenigen Lehrkräften. Hier brauchen wir längerfristige Perspektiven!"

"Um unserer Schülerinnen und Schüler willen: wir brauchen eine Professionalisierung der Arbeit der Kultusministerkonferenz jetzt!", so Lin-Klitzing weiter. Dies habe zuletzt die Debatte um das Abitur gezeigt, die von der amtierenden Kultusministerin und ehemaligen Präsidentin der Kultusministerkonferenz, Susanne Eisenmann, im Juli angestoßen worden war. Um wirkungsmächtig die großen Bildungsprobleme angehen zu können, ist es aus Sicht des Deutschen Philologenverbandes zudem eher hinderlich, amtierende Kultusministerinnen oder Kultusminister ins Amt des Präsidenten zu berufen. "Hier kann nicht hart genug um der Sache willen gerungen werden, wenn die bildungspolitischen Interessen des eigenen Bundeslandes gleich mit vertreten werden müssen!", so die Bundesvorsitzende abschließend.


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