Befristete Einstellungen:

"Motivationskiller für junge Lehrkräfte"

Die Landtags-Grünen fordern einen zweiten regulären Einstellungstermin im Laufe des Schuljahres für Lehrkräfte an bayerischen Grund- und Mittelschulen.

09.02.2015 Pressemeldung Bündnis 90/Die Grünen

Wie eine Anfrage ihres bildungspolitischen Sprechers Thomas Gehring ergab, mussten im laufenden Schuljahr bereits über 500 Stellen u.a. aufgrund einer neuen Ruhestandsregelung nachbesetzt werden. "Ohne zweiten Einstellungstermin erfolgen diese Einstellungen allesamt befristet – mit erheblichen Unsicherheitsfaktoren für die Betroffenen", kritisiert Thomas Gehring.

Neben den Befristungen bei Grund- und Mittelschullehrkräften empfinden die Landtags-Grünen auch die Aushilfsverträge im Bereich der Förderschulen als problematisch. Hier mussten im laufenden Schuljahr bereits 40 Vollzeitkapazitäten nachbesetzt werden.

Grund für die "vertragliche Flickschusterei" bei Lehrkräften ist laut Thomas Gehring eine "kleinliche Sparpolitik des Kultusministeriums". Die Einsparungen stünden jedoch in keinem Verhältnis zu den Schäden an der Moral der jungen Nachwuchs-AkademikerInnen. "Zur Unsicherheit über den weiteren beruflichen Lebensweg kommt mit Ferienbeginn der Gang zum Arbeitsamt und in der Folge der Bezug von Arbeitslosengeld oder Hartz IV", so Thomas Gehring.

Er fordert die CSU-Staatsregierung auf, diesem "Motivationskiller" für junge Lehrkräfte ein Ende zu machen und freie Stellen künftig auch unterjährig unbefristet zu besetzen. Außerdem werde es zunehmend schwerer, die frei werdenden Positionen unter diesen Umständen überhaupt zu besetzen.

http://www.gruene-fraktion-bayern.de


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