Rheinland-Pfalz

Muslimische Kinder und Jugendliche in der Schule

"Die Schulen in Rheinland-Pfalz nehmen seit jeher in ihren Angeboten auf religiöse Belange von Schülerinnen und Schülern Rücksicht – und das gilt ausdrücklich für alle Religionen. Die von der CDU-Landesvorsitzenden Julia Klöckner übernommene Interpretation, in Rheinland-Pfalz werde jetzt aktuell eine speziell islamfreundliche Unterrichtsgestaltung angestrebt oder gar angeordnet, ist schlicht falsch." Das hielt Bildungsministerin Doris Ahnen auch mit Blick auf die Berichterstattung in dem [Magazin FOCUS](http://www.focus.de/schule/schule/bildungspolitik/rheinland-pfalz-unterricht-soll-muslimen-entgegenkommen_aid_590498.html) fest.

17.01.2011 Pressemeldung Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur, Rheinland-Pfalz

Zu den Fakten:

Das Faltblatt ist ein Ergebnis der Arbeitsgruppe "Religion", die sich im Rahmen der Umsetzung des Integrationskonzepts der Landesregierung mit der Frage beschäftigt hat, wie die Diskussion über den Islam versachlicht werden kann. Beteiligt waren an dieser Arbeitsgruppe neben Vertreterinnen und Vertretern der Landesregierung Vertreterinnen und Vertreter der evangelischen und der katholischen Kirche, der jüdischen Gemeinden in Rheinland-Pfalz sowie von muslimischen Organisationen und aus einigen Nicht-Regierungs-Organisationen, beispielsweise aus dem Initiativausschuss für Migrationspolitik in Rheinland-Pfalz und aus der Arbeitsgemeinschaft der Ausländerbeiräte in Rheinland-Pfalz.

Das Faltblatt "Muslimische Kinder und Jugendliche in der Schule" enthält keine Neuigkeiten. Seit der ersten Verteilung an die Schulen Anfang Dezember wird es von den Lehrkräften gut nachgefragt, da es die Empfehlungen und Hinweise für Schulen prägnant zusammenfasst, die bereits in der Vergangenheit auf direkte Einzelanfragen an die Schulen weitergegeben worden sind.

Im Übrigen nimmt das Faltblatt an vielen Stellen Bezug auf die entsprechende höchstrichterliche Rechtsprechung und bietet zudem zusätzlich Hintergrundinformationen zu religiösen Vorgaben des Islam.

"Zentrales Anliegen der Hintergrundinformationen und Empfehlungen ist es, den Schulen Orientierungshilfen und Anregungen für eigene Lösungen vor Ort bei der Integration von Schülerinnen und Schülern muslimischen Glaubens zu geben", betonte Doris Ahnen abschließend. "Es ist schon erstaunlich, dass Frau Klöckner das Faltblatt jetzt im Wahlkampf zum Thema macht, obwohl es bereits seit Anfang Dezember dem Bildungsausschuss des Landtags vorliegt. Offensichtlich haben die Empfehlungen in der CDU-Fraktion keinerlei Widerspruch ausgelöst."


Schlagworte

Keine Kommentare vorhanden

Sie sind derzeit nicht angemeldet. Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich vorab bei uns registrieren. Alternativ können Sie sich über Ihren Facebook-Account anmelden.
Anmelden