Nachsteuerung der Lehrkräfteausstattung erfolgreich

Von den 51 Schulen, die die Bildungsverwaltung am Montag identifiziert hat, sind bereits für 27 Schulen Lösungen zur Deckung des Unterrichtsbedarfs gefunden worden. Bildungssenator Prof. Dr. E. Jürgen Zöllner: "Der einzig korrekte Weg, um die Lehrkräfteausstattung in einzelnen Schulen zu sichern, ist es, wenn die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Schulaufsicht direkt mit den Schulen Lehrkräftebedarf und Nachsteuerungsmaßnahmen klären. Es ist für die Schulen das Beste, wenn wir diese Arbeit konsequent fortsetzen und uns nicht von Zurufen der GEW aufhalten lassen. Erst recht, da die heutige Erklärung der GEW nichts an der Lageeinschätzung und dem Verfahren der Bildungsverwaltung ändert."

30.08.2007 Berlin Pressemeldung Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung

Die Lehrkräfteabfrage an allen Berliner Schulen (Schlussmonitoring) in der vergangenen Woche hat ergeben, dass zur Sicherung des Unterrichts die Lehrkräfteausstattung an 51 Schulen (von insgesamt 758) verstärkt werden muss.

Erst nachdem am kommenden Sonnabend auch die Erstklässler die Schule beginnen, können auch die tatsächlichen Schülerzahlen ermittelt werden. In den vergangenen Jahren lag die Zahl der Schulanmeldungen – z. B. aufgrund von Doppelanmeldungen – immer deutlich höher als die tatsächliche Schüleranzahl. Die Prognose der Schülerzahl anhand der Meldedaten deutet auch in diesem Schuljahr darauf hin, dass ca. 4000 Schülerinnen und Schüler mehr angemeldet sind, als tatsächlich das Schuljahr begonnen haben bzw. beginnen werden. Das entspricht einem Umfang von 230 nicht optimal eingesetzter Lehrkräftestellen.

Bildungssenator Prof. Dr. E. Jürgen Zöllner: "Wir haben eine vollständige und tagesaktuelle Übersicht über die Anzahl der Lehrkräfte an jeder Berliner Schule. Darin zeigt sich, dass wir quantitativ so viele Lehrkräfte haben, dass wir eine gute Lehrkräfteausstattung gewährleisten können. Unsere Aufgabe ist es, die Zuteilung der Lehrkräfte an einzelnen Schulen zu verbessern. Bis nicht die tatsächlichen Schülerzahlen vorliegen, kann man grundsätzlich auch nicht konkret bestimmen, ob und wenn ja, wie hoch die Über- oder Unterausstattung an den einzelnen Schulen ist. Deshalb kann der konkrete Nachsteuerungsbedarf erst in der kommenden Woche ermittelt werden. Bis dahin arbeiten wir an Zwischen- und dauerhaften Lösungen zur Verbesserung der Lehrkräfteausstattung an Schulen, bei denen z. B. im Verlaufe der Sommerpause Lehrkräfte langfristig erkrankt sind.

Bei den bisher in der Öffentlichkeit genannten Schulen handelt es sich um

  • Schulen, die zu den 51 bisher identifizierten Schulen zählen,
  • weitere Schulen, die die Personalkostenbudgetierung (PKB) zur Vertretung von kurzfristigen Erkrankungen nutzen können,
  • Berufsschulen, die einen sehr speziellen Fachkräftebedarf nachweisen, für es bislang keine geeigneten Bewerber gibt und
  • Schulen, die mit der Person einer bestimmten Umsetzung nicht einverstanden sind und lieber eine andere Person hätten.

Bildungssenator Zöllner: "Ich plane zum nächsten Schuljahr eine Verbesserung des gesamten Verfahrens zur Einrichtung des Schuljahres. Wir brauchen die Schüler- und Lehrerzahlen verlässlicher und frühzeitiger. Deshalb habe ich schon im Frühjahr 2007 eine Projektgruppe gebeten, dazu konkrete Vorschläge zu machen. Unmittelbar nachdem die Projektgruppe ihren Bericht im Juli 2007 vorgelegt hat, habe ich die Umsetzung der Vorschläge zum nächsten Schuljahr in Auftrag gegeben. Nur mit validen Schülerzahlen können wir früher planen. Deshalb werde ich eine zentrale Schülerkartei für Berlin realisieren, die nicht durch datenschutzrechtliche Bedenken verhindert werden darf."


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