"Neonazis und Ostalgie untergraben freiheitliche Grundordnung"

Ein klares Votum zur aktiven Erziehung der Kinder und Jugendlichen z. B. zu Menschenrechten und Demokratie gab heute Kultusstaatssekretär Bernd Sibler in München ab. Anlass sind für ihn nicht nur immer neue Aktivitäten rechtsextremer Gruppen wie in Ingolstadt, Bamberg oder Wunsiedel. "Extremistische Gruppen sind aktiv und bleiben gefährlich", unterstrich Sibler. Auch "Die Linke" untergrabe mit ihrem Hang zur "Ostalgie" und mit der Integration von Eliten des DDR-Regimes die Grundlagen der Demokratie.

04.09.2008 Bayern Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

"Wer dazu beiträgt, die Repressionsmechanismen der DDR wie die Stasi zu übersehen oder sie zu verharmlosen, leistet der freiheitlich-demokratischen Grundordnung einen Bärendienst", so der Staatssekretär und stütze sich dabei auch auf die Untersuchung von Eckard Jesse und Jürgen P. Lang "Die Linke - Der smarte Extremismus einer deutschen Partei". Mit Blick auf die Untersuchung "Soziales Paradies oder Stasi-Staat?" zum DDR-Bild deutscher Schüler von Monika Deutz-Schroeder und Klaus Schroeder würdigte Staatssekretär Sibler die Kenntnisse der bayerischen Schüler: "Ich bin sehr froh, dass unsere Schüler das Unrechtsregime der SED und der Stasi auch 20 Jahre nach dem Mauerfall richtig einschätzen."

Nachdrücklich trat der Kultusstaatssekretär auch für eine intensive Auseinandersetzung mit dem verbrecherischen NS-Regime ein, das Völkermord praktiziert und weite Teile der Welt mit einem imperialistischen Krieg überzogen habe.

"Im neuen achtjährigen Gymnasium wird", unterstrich der Staatssekretär, "der Auseinandersetzung mit der Brauen Diktatur der gleich hohe Stellenwert eingeräumt wie im neunjährigen Gymnasiums". Im G8 sind 24 Stunden für die Auseinandersetzung mit der Schreckens- und Unrechtsherrschaft des Nationalsozialismus vorgesehen, 17 Stunden in der 9. Jahrgangsstufe und 7 in der Oberstufe, ferner ist eine Exkursion zu einer KZ-Gedenkstätte verpflichtend im Lehrplan verankert. Darüber hinaus beschäftigen sich die Schülerinnen und Schüler mit der aktuellen Bedrohung Israels. "Geschichte endet nicht mit dem Ende des Zweiten Weltkrieges", so Kultusstaatssekretär Sibler. Die Schulen leisteten Vorbildliches in der Erziehung zu gelebten Grundrechten und für die freiheitlich-demokratische Grundordung.

Im Frühjahr 2007 hatte die Bayerische Staatsregierung, erinnerte Bernd Sibler, unter dem Motto "Werte machen stark" eine Initiative zur Werteerziehung und Persönlichkeitsbildung ins Leben gerufen. Neun Schulen haben beispielhaft mit Paten aus Wirtschaft und Gesellschaft Modelle vorgestellt, wie Werte in der Schulfamilie verankert und gelebt werden können.

Abschließend betonte der Staatssekretär: "Lassen Sie uns weiterarbeiten an einer Erziehung zu Werten, Demokratie und Menschenrechten. Grundgesetz und Bayerische Verfassung geben uns dazu den Auftrag. Die Arbeit lohnt sich, wie wir an den Früchten der freiheitlich-demokratischen Grundordnung erleben. Es gibt keine Alternative dazu."

Bei der Veranstaltung wurde auch die Publikation "Die Bundesrepublik Deutschland. Eine Bilanz nach 60 Jahren" vorgestellt, die von der Bayerischen Landeszentrale für politische Bildungsarbeit mit herausgegeben wird.


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