Realschullehrer

Neues Schulgesetz: Viel Schatten – kaum Licht

"Viel Schatten – kaum Licht" – so bewertet der Verband Niedersächsischer Lehrkräfte - VNL/VDR das heute [03.06.2015] mit der rot-grünen Einstimmenmehrheit vom Landtag verabschiedete [Niedersächsische Schulgesetz](http://bildungsklick.de/pm/93798/landesregierung-beschliesst-gesetzentwurf-zur-aenderung-des-schulgesetzes/).

03.06.2015 Pressemeldung Verband Reale Bildung

Es trägt in keiner Weise zur Gleichberechtigung aller Schulformen bei, im Gegenteil, die Gesamtschule wird weiterhin gegenüber den anderen Schulformen bevorzugt. So können sich Gesamtschulen auch weiterhin ihre Schülerinnen und Schüler aussuchen, alle anderen Schulen müssen jede Schülerin und jeden Schüler aufnehmen.

Als ersetzende Schulform wird die Gesamtschule langfristig sowohl die noch existierenden Real- und Hauptschulen als auch viele Oberschulen in ihrer Existenz bedrohen. Die Abschaffung der Schullaufbahnempfehlung ist nur vordergründig kindgerecht, das Leiden der Schülerinnen und Schüler auf einer sie überfordernden Schulform führt zu dem, was Rot-Grün gerne verhindert wissen möchte: Stress, Stigmatisierung u. ä.

Die Behauptung der Kultusministerin Frauke Heiligenstadt, dass das Schulgesetz Entlastungen für die Lehrkräfte bringe, zeugt von Realitätsferne. Das Gegenteil wird der Fall sein.

"Es ist bedauerlich und bedenklich, dass Rot-Grün die begründeten Bedenken von mehr als 100.000 Menschen so einfach ignoriert hat. Ideologie vor Vernunft, das ist kein guter Weg für Niedersachsens Schulen. Von einem echten Schulfrieden sind wir weit entfernt. Was wir wirklich brauchen, ist eine produktive Ruhe zum Arbeiten zum Wohle unserer Schülerinnen und Schüler ohne ideologische Scheuklappen", so Thorsten Neumann, stellvertretender VNL/VDR-Vorsitzender abschließend.

Ansprechpartner

Verband Reale Bildung

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