Schulentwicklung

Nicht nur reden, endlich machen!

Zur gestrigen Bundestagsdebatte über Anträge zu Innovation, Bildung und Digitalisierung kommentiert der Bundes­vorsitzende des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE), Udo Beckmann: „Wie immer in diesen Debatten wird viel fest­gestellt, noch mehr gefordert und damit auch Erwartungen der Gesellschaft an die ausführenden Institutionen geschürt."

18.09.2020 Bundesweit Pressemeldung Verband Bildung und Erziehung e.V. (VBE)
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Udo Beckmann weiter: "Doch leider ist noch kein LAN-Kabel durch Reden verlegt, kein Laptop durch guten Willen angeschafft und keine Lehrkraft durch den Vorwurf, an alten Methoden festhalten zu wollen, fortgebildet worden. Deshalb fordern wir, dass der Anspruch an Schule, im Methodenmix auch digitale Angebote zu nutzen, mit den entsprechenden Bedingungen hinterlegt werden muss. Und zwar schnell!“ 

Der Bundesvorsitzende bezieht sich dabei auf das am vergangenen Wochenende von dem VBE Bundesvorstand verabschiedeten Positionspapier „Digitalisierung von Schule: Was jetzt passieren muss!“. Hier heißt es: „In Verantwortung gegenüber den Schülerinnen und Schülern und im Sinne der gemeinsamen Verpflichtung, Bildungsungerechtigkeit in Deutschland abzubauen, fordert der VBE die politisch Verantwortlichen in Bund, Ländern und Kommunen auf, die Digitalisierung von Schule jetzt umfassend, mit allem Nachdruck und durch die beschleunigte Bereitstellung aller erforderlichen Ressourcen zu realisieren.“

Beckmann fordert: „Bis zum Ende des ersten Schulhalbjahres im Winter 2021 braucht es 1. digitale Mindeststandards, 2. die digitale Grundausstattung mit einer stabilen Interverbindung, einem Gerät und dem notwendigen Support, 3. digitale Anwendungen, also Lehr- und Lernangebote, die zertifiziert werden und den Schulen niedrigschwellig zugänglich sind, und es braucht DSGVO-konforme, bedarfsgerechte und zeitgemäße digitale Kommunikationsstrukturen. Nicht zuletzt muss in der Gesellschaft ein Verständnis dafür entwickelt werden, wie 4. digitale (Weiter-)Bildung gelingen kann, wobei eine wissenschaftliche Evaluierung umgesetzt, von Best-Practice-Schulen gelernt und bedarfsgerechte Angebote für die Aus-, Fort- und Weiterbildung von Lehrkräften unterbreitet werden müssen.“


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