Nicht zu Ende gedacht, Frau Schavan
"Wer ein bundesweit einheitliches Abitur will, muss auch die Ferienzeiten bundesweit einheitlich regeln, bundesweit einheitliche Lehrpläne schaffen und kann dann am besten auch gleich die kürzlich von Frau Schavan geforderten bundesweit einheitlichen Schulbücher einführen", erklärt Udo Beckmann, Vorsitzender der Lehrergewerkschaft Verband Bildung und Erziehung (VBE NRW). "Bei soviel Vereinheitlichungswünschen fragt man sich dann, wofür die Föderalismusreform gut gewesen sein soll."
18.10.2007 Nordrhein-Westfalen Pressemeldung Verband Bildung und Erziehung, Landesverband NRWEinheitsabitur?
Der VBE NRW lehnt den Vorstoß der Bundesbildungsministerin nach Einführung eines bundesweit einheitlichen Zentralabiturs ab und vertritt die Auffassung, dass bundesweite Bildungsstandards sinnvoll sind und genügen müssen.
"Ein bisschen Spielraum sollten Schulen schon noch in Zeiten haben, in denen allerorts die Selbstständigkeit bzw. Eigenverantwortlichkeit der einzelnen Schule gepredigt wird", so Beckmann weiter. "Bei solch einem Vorschlag gewinnt man den Eindruck, dass diese Eigenverantwortlichkeit zur Vordertür rein- und zur Hintertür wieder raus gelassen werden soll."
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