Niedersachsen

Niedersachsen bald kein Realschulland mehr

"Realschulland Niedersachsen" – diese Erfolgsstory seit Jahrzehnten wird bald Geschichte sein, wenn nach dem Willen der Landesregierung die neue "Oberschule" eingeführt wird, die heute vom Kultusminister vorgestellt worden ist.

26.10.2010 Pressemeldung Verband Reale Bildung

Dabei soll es eine Oberschule mit Gymnasialangebot und eine ohne geben. Der Verband Niedersächsischer Lehrkräfte VNL/VDR sieht in der neuen Schulform Chancen, aber auch Risiken. "Wenn die Rahmenbedingungen nicht stimmen, dann wird die neue Schulform nicht akzeptiert werden", so VNL/VDR- Landesvorsitzender Manfred Busch in einer ersten Stellungnahme.

Ob eine Oberschule ohne Gymnasialangebot erfolgreich sein wird, sei dahingestellt. Die neue Oberschule wird nur dann eine Chance haben, wenn sie es schafft, Schülerinnen und Schülern sowohl den mittleren Abschluss nach Klasse 10 als auch den Erwerb der allgemeinen oder fachgebundenen Hochschulreife nach 13 Schuljahren zu ermöglichen. Dazu müssen die Rahmenbedingungen stimmen: Klassen mit maximal 25 Schülerinnen und Schülern, eine gute Lehrerversorgung, ein gebundenes Ganztagsangebot, sozialpädagogische Begleitung, gute Förder- und Fordermöglichkeiten, um nur einige Bedingungen zu nennen. "Hier ist das Kultusministerium gefordert. Nach Worten müssen Taten folgen", so Busch. Der Verband Niedersächsischer Lehrkräfte bietet dem Kultusministerium seine konstruktive Mitarbeit an.

Manfred Busch, Landesvorsitzender Niedersachsen
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Verband Reale Bildung

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