Inklusion

Niedersachsen baut Unterstützungszentren aus

Das Land Niedersachsen baut seine „Regionalen Beratungs- und Unterstützungszentren Inklusive Schule“ (RZI) weiter aus. Zum einen gehen in diesem Monat drei weitere RZI in Salzgitter, Gifhorn und im Emsland an den Start. Zum anderen stattet das Land die Unterstützungszentren bis Anfang Februar 2021 mit weiteren 27 Stellen aus.

12.08.2020 Niedersachsen Pressemeldung Niedersächsisches Kultusministerium
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Diese sind bereits ausgeschrieben. Insgesamt sollen bis Februar des kommenden Jahres somit 66 Vollzeitstellen besetzt werden. Mit bis zu drei Stellen je Einrichtung werden die künftig 39 RZI landesweit dann personell voll ausgestattet sein. Die erforderlichen Personalkosten und Sachmittel sind im Landeshaushalt 2020 bereits ausgewiesen.

Um die Inklusion vor Ort weiterzuentwickeln, richtet das Land seit August 2017 landesweit „Regionale Beratungs- und Unterstützungszentren Inklusive Schule“ (RZI) ein. Ihre Kernaufgabe ist es, Schulen und Studienseminare bei der Umsetzung der schulischen Inklusion zu beraten und zu unterstützen. Hierbei geht es auch um den Einsatz des sonderpädagogischen Personals an den Schulen in einer Region. Die RZI stehen aber auch Eltern sowie Schülerinnen und Schülern bei Fragen und Problemen rund um das Thema Inklusion informierend und beratend zur Seite. Eine weitere wichtige Aufgabe der „Regionalen Beratungs- und Unterstützungszentren Inklusive Schule“ ist, in den jeweiligen Regionen Netzwerke aufzubauen, um die vielfältige sonderpädagogische Unterstützung zu organisieren.

Für die Staatssekretärin im Niedersächsischen Kultusministerium, Gaby Willamowius, sind die „Regionalen Beratungs- und Unterstützungszentren Inklusive Schule“ ein wichtiger Baustein für eine gelingende Inklusion: „Mit den RZI ermöglicht das Land Niedersachsen individuelle, regionale Lösungen für die Umsetzung der inklusiven Schule. Inklusion gelingt durch gute Kooperationen vor Ort, flankiert von fachlicher Expertise durch das Land. So ist es nur folgerichtig, die RZI auch personell gut auszustatten.“

Ab August 2020 gibt es in folgenden 39 Landkreisen und kreisfreien Städten ein RZI:

Braunschweig, Salzgitter (neu), Wolfsburg, Gifhorn (neu), Göttingen, Goslar, Northeim, Peine, Wolfenbüttel, Hannover Stadt, Diepholz, Hameln/Pyrmont, Hildesheim, Holzminden, Nienburg/Weser, Schaumburg, Celle, Cuxhaven, Harburg, Lüchow-Dannenberg, Lüneburg, Osterholz, Heidekreis, Stade, Uelzen, Delmenhorst, Oldenburg Stadt, Oldenburg Land, Osnabrück Stadt, Osnabrück Land, Wilhelmshaven, Aurich, Vechta, Emsland (neu), Friedland, Grafschaft Bentheim, Leer, Wesermarsch, Wittmund.

Hier gibt es weitere Infos

Ergänzende Hinweise

Seit dem Schuljahr 2013/14 führt das Land Niedersachsen an den allgemein bildenden Schulen und berufsbildenden Schulen die inklusive Schule ein. Im Schuljahr 2019/2020 stieg die Inklusionsquote auf 65,7 Prozent. Es besuchten 35.037 von 53.313 Schülerinnen und Schülern mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf in den Schuljahrgängen 1 bis 11 andere allgemein bildende Schulen als Förderschulen. 18.276 Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf aus diesen Schuljahrgängen besuchten Förderschulen. Damit gehört die Inklusion in Niedersachsen mittlerweile zum Selbstverständnis jeder Schule. Erstmals hat das Kultusministerium die Einführung und Entwicklung der inklusiven Schule in Niedersachsen dokumentiert und geprüft. Das Kabinett hat den Bericht vergangene Woche zur Vorlage im Landtag beschlossen.


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