Notenschluss an bayerischen Gymnasien: Kultusminister sorgt in letzter Minute für mehr Chancen zum Erreichen des Klassenziels
Freude bei der LEV über ein aktuelles kultusministerielles Schreiben, in dem Minister Dr. Spaenle, quasi in letzter Minute vor Ende des Schuljahres, die enge Notenbindung für das Erreichen der nächsten Jahrgangsstufe aufhebt. "Die neue Regelung lässt darauf schließen, dass Minister Dr. Spaenle künftig stärker auf ein System der ganzheitlichen Betrachtung und individuellen Förderung des einzelnen Schülers setzen wird, das ist sehr erfreulich." so Thomas Lillig, der Vorsitzende der LEV.
16.07.2010 Pressemeldung Landes-Eltern-Vereinigung der Gymnasien in BayernKünftig können auch die Schüler der 9. Jahrgangsstufe auf Probe in die nächste Jahrgangsstufe vorrücken, von denen "nach dem Gesamtbild aller erzielten Leistungen erwartet werden kann, dass im nächsten Schuljahr das Ziel der Jahrgangsstufe erreicht werden kann..."
Das unwiderrufliche Aus mit zwei Fünfern oder einer Sechs gehört also der Vergangenheit an. Die Entscheidung trifft die Lehrerkonferenz, d.h. diejenigen Lehrer einer Schule, die den Jugendlichen über das ganze Jahr unterrichtet haben und dessen Leistungsmöglichkeiten somit am besten beurteilen können. Das Einverständnis der Erziehungsberechtigten ist erforderlich.
Auch für die 10. Jahrgangsstufe gelten neue Regelungen, die es den Schülern, die ja bereits 80 % ihrer gymnasialen Laufbahn hinter sich haben, erleichtern werden auch die letzte Hürde zum gymnasialen Abitur zu nehmen oder ggfs. über die Fachoberschule das Fachabitur zu erreichen und damit ebenfalls einen Zugang zum Studium zu erwerben.
Auch die Schüler der neuen Oberstufe Q 11 profitieren von der neuen Regelung. Sie können im Falle des Zurückgehens das bereits begonnene Seminar W und P erhalten, wenn der Schulleiter dem zustimmt.
"Ja, wir freuen uns sehr darüber und das habe ich dem Kultusminister auch in einem Dankesbrief mitgeteilt," sagt Lillig, der Vorsitzende der LEV.
Diese neue Regelung galt im G 8 bislang nur für die Klassenstufen 5 - 8, was bei Eltern und Schülern zu Unruhen geführt hatte. Anlässlich eines Gesprächs mit dem Minister im Januar diesen Jahres konnte die LEV diesen davon überzeugen, dass die Ausweitung der Regelung auf die höheren Jahrgangsstuffen sinnvoll ist und zu einer höheren Chancengerechtigkeit führt.
Für Rückfragen steht Ihnen Thomas Lillig unter 0174 3463 425 gerne zur Verfügung.
Die LEV vertritt 600.000 Mütter und Väter in Bayern. Mehr Informationen unter www.lev-gym-bayern.de
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