NRW braucht Stufenplan für kleine Klassen
Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft fordert als Konsequenz aus den Ergebnissen der IGLU-Studie, die Förderung der Grundschüler durch kleinere Klassen zu intensivieren. Dazu bedarf es nach Auffassung der GEW eines konsequenten Stufenplans zur Reduzierung der Klassengrößen. NRW hat zwei Schüler mehr pro Grundschulklasse als der Bundesdurchschnitt.
09.12.2008 Nordrhein-Westfalen Pressemeldung GEW Nordrhein-Westfalen"Wer intensiver fördern will, braucht kleinere Klassen", erklärte heute GEW-Landesvorsitzender Andreas Meyer-Lauber. Ein Stufenplan soll bewirken, das die Klassenobergrenze jährlich um einen Schüler gesenkt wird. Noch immer gebe es in den Grundschulen zahlreiche übergroße Klassen mit 30 Schülern.
Die Leseleistungen der Viertklässler in NRW bewegen sich - laut IGLU-Ländervergleich - im bundesdeutschen Durchschnitt. Sie sind im Vergleich zur letzten Erhebung sogar deutlich gestiegen. Der Vorsprung von Kindern aus bildungsnahen Elternhäusern ist nach wie vor sehr groß, jedoch seit 2001 leicht abnehmend. Für die GEW positive Indizien, dass die Grundschulen in NRW gute Arbeit machen.
- Die IGLU-Studie bestätigt: Die soziale Schere geht in Nordrhein-Westfalen wieder zusammen
- In allen Ländern können Grundschülerinnen und Grundschüler beim Lesen im internationalen Vergleich sehr gut mithalten
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