NRW: Wieder Fehler beim Zentralabitur

(bikl) Auch im zweiten Jahr des Zentralabiturs in Nordrhein-Westfalen wurden den Schülern keine fehlerfreien Fragen vorgelegt. Wie der Kölner Stadtanzeiger meldet, mussten sich die Prüflinge wieder mit fehlerhaften Vorgaben in den Aufgaben auseinandersetzen.

12.04.2008 Nordrhein-Westfalen Artikel

Betroffen von der Panne, so die Zeitung, waren Leistungskurse in Erdkunde, Erziehungswissenschaften und Geschichte. In einer Tabelle für eine Erkunde-Klausur sei die Jahrestonnage am Seehafen Rostock mit 190 Millionen statt 19 Millionen angegeben worden und in einem Text für den Leistungskurs Erziehungswissenschaften sei durch das Vertauschen zweier Wörter der Sinn einer Aussage verdreht worden. Beide Fehler seien während der Klausuren richtiggestellt worden. Den Schülern habe man deshalb mehr Zeit einräumen können. Der Fehler in der Klausur zum Fach Geschichte sei schon vor Beginn der Klausuren aufgeklärt worden.

"Kein Schüler muss unter Fehlern leiden", wird der Sprecher des NRW-Schulministeriums, Andrej Priboschek, zitiert. "Wenn Schüler aus fehlerhaften Aufgabenstellungen falsche Schlüsse gezogen haben, wird ihnen das nicht zum Nachteil gereichen." Außerdem seien es laut Sprecher des Ministeriums "leicht zu erkennende Fehler" gewesen.

Dass die Aufgaben der Zentralklausuren vor den Prüfungen von unbeteiligten Fachlehrern unter Abiturbedingungen gelöst worden waren, hatte allerdings die diesjährigen Fehlerpannen nicht verhindern können.

Erst im vergangenen Jahr hatte Schulministerin Sommer nach Fehlerpannen in der Prüfung zum Fach Deutsch sogar die Bezirksregierungen angewiesen, sämtliche ausstehenden Prüfungsaufgaben noch einmal zu kontrollieren.


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