Nullnummer in Sachen Bildung

"Die deutsche Fußballnationalmannschaft hat derzeit mehr zu bieten als Ministerpräsident Günther Oettinger. In Sachen Bildung ist seine Regierungserklärung eine Nullnummer. Alle Forderungen sind Allgemeinplätze und bereits bekannt. Offenbar plant die neue Landesregierung nach einigen wegweisenden Entscheidungen im vergangenen Jahr jetzt fünf Jahre Stillstand ", sagte am Mittwoch (21.06.) in Stuttgart Rainer Dahlem, Landesvorsitzender der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW).

22.06.2006 Baden-Württemberg Pressemeldung GEW Baden-Württemberg

Die GEW schlägt vor, dass die Landesregierung dem Vorschlag von Kultusminister Helmut Rau (CDU) folgt und wieder Landesmittel für Schulsozialarbeiter/innen bereit stellt. "Das wäre eine konkrete Unterstützung vor allem für die Hauptschulen und die Beruflichen Schulen, die mehr bringt als allgemeine Sonntagsreden zur Stärkung der Hauptschule und zur Reform des Berufsvorbereitungsjahrs", so Dahlem. Für 0-10-Jährige will die Bildungsgewerkschaft ein neues einheitliches Bildungskonzept. "Die Konzepte Orientierungsplan und Schulreifes Kind sind nicht unter einen Hut zu bringen. Wer Kinder gut fördern will, braucht mehr individuelle Förderung in Kindertageseinrichtungen und Schulen. Ziel darf nicht das schulreife Kind, sondern die kindreife Schule sein", so Dahlem.

Die GEW warnt vor weiteren Verschlechterungen für Beamte und Angestellte des Landes. "Diese mussten schon in den vergangenen Jahren die Hauptlast für eine verfehlte Finanzplanung tragen. Oettinger steht jetzt vielmehr im Wort, die vereinbarten Gehaltserhöhungen für Landesangestellte auf die Beamten zu übertragen", so Dahlem.

Weitere Informationen: www.gew-bw.de und www.dgb-bw.de

Ansprechpartner

GEW Baden-Württemberg

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