Nur wenige Stunden ersatzlos entfallen

Je nach Schulart sind 0,8 und 3,6 Prozent des im Stundenplan vorgesehenen Unterrichts im Zeitraum vom 28. November bis zum 9. Dezember 2005 an Bayerns Schulen ersatzlos ausgefallen. Dies ergab eine Erhebung, die das Bayerische Kultusministerium in dieser Zeit an Schulen der verschiedenen Schularten durchgeführt hatte und deren Auswertung nun vorliegt.

31.01.2006 Bayern Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

"Ich habe die Anfragen von Eltern sehr ernst genommen, die den Ausfall von Unterricht moniert hatten, und deshalb die Erhebung in Auftrag gegeben", betonte Kultusminister Siegfried Schneider. Nur auf einer soliden Datengrundlage lassen sich mögliche Maßnahmen zur Verbesserung der Situation ergreifen.

Am wenigsten stark fiel Unterricht an Volksschulen zur sonderpädagogischen Förderung aus (0,8 Prozent), am höchsten lag der Ausfall an Gymnasien mit 3,6 Prozent. An allgemeinen Volksschulen lag der Anteil des ersatzlos entfallenen Unterrichts bei rund 1,5 Prozent, an Realschulen bei 2,6 Prozent und an Wirtschaftsschulen bei rund 3 Prozent.

Bereits im Schuljahr 1999/2000 hatte das Bayerische Kultusministerium über eine längere Zeitspanne repräsentative Daten zum Unterrichtsausfall gesammelt. Der Anteil der damals entfallenen Unterrichtsstunden lag mit Ausnahme der Realschulen (auch 1999/2000 bei 2,6 Prozent) höher als im laufenden Schuljahr. "Die bayerischen Schulen sind auf einem guten Weg. Ich bin sehr froh", so Staatsminister Schneider, "dass die Anzahl der Unterrichtsstunden, die ohne Ersatz entfallen, in den vergangenen Jahren gesenkt werden konnte."

Der Anteil der Stunden, die nicht entsprechend den im regulären Lehrplan vorgesehenen Stunden gehalten werden konnten, lag � je nach Schulart - zwischen 4,7 Prozent und 9,6 Prozent.

In der Regel verursachen Krankheit bzw. Kuren sowie Lehrerfortbildungen die Abweichungen vom Stundenplan, wie die Befragung der Schulen ergab. An Gymnasien fiel außerdem die Teilnahme von Lehrkräften an Klassenfahrten, Exkursionen und sonstigen dienstlichen Veranstaltungen ins Gewicht. Nur am Rande spielten Faktoren wie die Witterung eine Rolle.

Den Schulleitungen gelang es, dass die meisten Stunden, die aufgrund von Erkrankung bzw. Fortbildungsmaßnahmen der Lehrer nicht stundenplanmäßig gehalten werden konnten, nicht ersatzlos entfielen.

Im laufenden Schuljahr wird die reale Unterrichtsversorgung noch in einer zweiten Zeitspanne ermittelt, um zusätzliche Anhaltspunkte für Verbesserungen zu gewinnen.


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