Olbertz: "Sachsen-Anhalt startet nach PISA-Erfolg mit Schwung ins neue Schuljahr 2005/06"

"Sachsen-Anhalt gehört zu den Gewinnern des jüngsten PISA-Länder­vergleichs. Nach der Gesamtpunktzahl über alle untersuchten schulischen Kompetenzbereiche hinweg liegt das Land heute auf Platz 6 im Bundesvergleich. Dieser größte Entwicklungssprung unter den Ländern seit der letzten Erhebung bestätigt den bildungspolitischen Kurs der Landesregierung und beflügelt die Lehrkräfte und Schüler zu Beginn des neuen Schuljahres." Das sagte Kultusminister Prof. Dr. Jan-Hendrik Olbertz heute auf der Pressekonferenz zum bevorstehenden Schuljahresbeginn 2005/06.

23.08.2005 Sachsen-Anhalt Pressemeldung Kultusministerium des Landes Sachsen-Anhalt

Der Minister ermunterte die Schülerinnen, Schüler und Lehrer, in ihren Anstrengungen nicht nachzulassen und auf den erreichten Erfolgen aufzubauen. Zum neuen Schuljahr kündigte er eine weitere Verstärkung der individuellen Förderung der Schülerinnen und Schüler an den Schulen Sachsen-Anhalts an. "Hier nutzen wir die Möglichkeiten und Reserven, die sich durch die gute Unterrichtsversorgung ergeben. Sie liegt durchschnittlich bei 105 v.H. an den Grundschulen, Sekundarschulen und Gymnasien und bei knapp über 100 v.H. an den Förderschulen. Die Schulen sind verpflichtet, alle Spielräume in der Unterrichtsversorgung zu nutzen, um ergänzende schulische Angebote zu unterbreiten. Diese Zusatzangebote sollen in erster Linie auf die Vermeidung von Schulversagen und die Förderung von versetzungsgefährdeten Schülerinnen und Schülern gerichtet sein, aber auch der praktischen Berufsvorbereitung sowie der Förderung besonderer Begabungen und Talente dienen".

Wie Olbertz hervorhob, waren zahlreiche Personalmaßnahmen erforderlich, um die beachtlichen Werte der statistischen Unterrichtsversorgung zu erreichen. Dazu gehörten stundenweise Abordnungen ebenso wie vollständige Versetzungen von Lehrkräften. "Trotzdem sind über 80% der Lehrkräfte an derselben Einsatzschule wie 2004/05 tätig", so Olbertz.

Für das Schuljahr 2005/06 nannte der Minister folgende Daten:

Schülerzahlen gehen weiter zurück

Im Schuljahr 2005/06 werden ca. 302.400 Schülerinnen und Schüler die öffentlichen allgemein bildenden und berufsbildenden Schulen sowie die Ersatzschulen besuchen.

Während in der Grundschule die Schülerzahlen gegenüber dem Vorjahr um mehr als 3.000 ansteigen, ist in den weiterführenden Schulen ein weiterer demografisch bedingter Rückgang der Schülerzahlen um ca. 16.900 zu verzeichnen. In der Sekundarschule wird die Gesamtschülerzahl gegenüber dem Schuljahr 2004/05 um ca. 11.500 abnehmen, im Gymnasium und in den Gesamtschulen um über 5.000. Bezogen auf die Gesamtschülerzahl im 5. Schuljahrgang an Sekundarschulen, Gymnasien und Gesamtschulen beträgt der Anteil im Gymnasium 45,8 v.H., in der Sekundarschule 48,9 v.H. und an den Gesamtschulen 5,3 v.H. Damit hat sich der gymnasiale Anteil gegenüber 2004/05 um ca. 3 v.H. erhöht.

Der voraussichtliche Tiefststand der Schülerzahlen an den allgemein bildenden Schulen wird auch nach der aktuellen Schülerprognose des Kultusministeriums, die auf der Grundlage der 3. Regionalisierten Bevölkerungsvorausberechnung erstellt wurde, im Schuljahr 2009/10 erreicht sein. Es wird nur noch eine Schülerzahl von 173.200 geschätzt. (Im Vergleich dazu das Schuljahr 1995/96 mit 390.210 Schülerinnen und Schülern)

Daten zur Sekundarschule

Der Anteil der Schülerinnen und Schüler, die sich im 7. Schuljahr für den hauptschulabschlussbezogenen Unterricht entschieden haben, beträgt 34,4 v.H. Das ist gegenüber dem Vorjahr ein enormer Anstieg.

Anteil der Schülerinnen und Schüler mit Entscheidung für hauptschulabschlussbezogenen Unterricht:

Schuljahrgang 7: 34,4 v.H.
Schuljahrgang 8: 23,5 v.H.
Schuljahrgang 9: 22,8 v.H.

Aufgrund des weiteren Schülerrückganges in der Sekundarschule nimmt aber auch der Anteil der Schülerinnen und Schüler zu, die nicht in "reinen" Real- bzw. Hauptschulklassen unterrichtet werden können, sondern in kombinierten Klassen.

Anteil der Schülerinnen und Schüler in kombinierten Klassen

Schuljahrgang 7: 22,6 v.H.
Schuljahrgang 8: 20,5 v.H.
Schuljahrgang 9: 11,5 v.H.

In den kombinierten Klassen findet ab einer Anzahl von 10 Schülerinnen und Schülern eine äußere Differenzierung in den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch sowie ab Schuljahrgang 9 zusätzlich in Physik statt. In noch kleineren Lerngruppen wird durch Binnendifferenzierung dem Anspruch auf Realschul- bzw. Hauptschulniveau Rechnung getragen.

Anlage:

Eckdaten der Schulstatistik (im .pdf-Format).


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