Wettbewerbe

Olympisches Gold für 13 Mathe-Talente

13 Nachwuchsmathematiker haben bei der Bundesrunde der 50. Mathematik-Olympiade in Trier eine Goldmedaille gewonnen. Sie waren damit die erfolgreichsten der 225.000 Teilnehmer, die bei dieser Jubiläumsolympiade an den Start gegangen sind; seit 1961 haben sich insgesamt über 10 Millionen Schülerinnen und Schüler an dem Wettbewerb beteiligt.

11.05.2011 Artikel

"Ich freue mich, dass die Mathematik-Olympiade auch im 50. Jahr wieder herausragende Talente zum Vorschein bringt", sagte die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Annette Schavan. "Die Olympiade leistet einen entscheidenden Beitrag für die mathematische Nachwuchsförderung in Deutschland. Den Gewinnern gratuliere ich ganz herzlich zu ihrem Erfolg. Ich wünsche ihnen, dass sie ihre besondere Begabung ausbauen und auch in Zukunft viel Freude mit der Mathematik haben."

Die Siegerinnen und Sieger der 50. Mathematik-Olympiade wurden am Mittwoch in der ehemaligen Reichsabtei St. Maximin in Trier geehrt. Die Goldmedaillengewinner sind: Jörn Stöhler (Ignaz-Kögler-Gymnasium Landsberg, Bayern), Christian Bernert (Gymnasium Adolfinum Bückeburg, Niedersachsen), Vincent Grande (Wilhelm-Ostwald-Gymnasium Leipzig, Sachsen), Adrian Riekert (Johannes-Brahms-Schule Pinneberg, Hamburg), Richard Gräßler (Johannes-Kepler-Gymnasium Chemnitz, Sachsen), Jonas Wolter (Detlefsengymnasium Glücksstadt, Schleswig-Holstein), Simone Zahn (Heinrich-Hertz-Oberschule, Berlin), Robin Fritsch (Gymnasium Lehrte, Niedersachsen), Johann Mattutat (Gymnasium am Tannenberg Grevesmühlen, Mecklenburg-Vorpommern), Dominik Duda (Leibnizschule Wiesbaden, Hessen), Simon Puchert (Carl-Zeiss-Gymnasium Jena, Thüringen), Bernhard Reinke (Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium Bonn, Nordrhein-Westfalen) und Lisa Sauermann (Martin-Andersen-Nexö-Gymnasium Dresden, Sachsen).

Darüber hinaus wurden 27 Silber- und 34 Bronzemedaillen vergeben. Die besten Olympioniken können Chance, Deutschland im nächsten Jahr bei der Internationalen Mathematik-Olympiade in Argentinien zu vertreten.

"Die Bestplatzierten in diesem Wettbewerb haben nicht nur hervorragende Leistungen gezeigt, sondern auch bewiesen, dass Mathematik wirklich Spaß machen kann. Vor den Leistungen und den eigenständig erarbeiteten kreativen Lösungen habe ich die größte Hochachtung und ich hoffe, dass möglichst viele Schülerinnen und Schüler durch diese Vorbilder motiviert werden, sich intensiver mit der Mathematik zu beschäftigen", sagte die Bildungsministerin des Landes Rheinland-Pfalz, Doris Ahnen, die in der eigenen Schulzeit die Mathematik zu ihren Lieblingsfächern zählte. Ministerin Ahnen hat die Bundesrunde, die vom Land Rheinland-Pfalz und dem Verein Mathematik-Olympiaden e.V. ausgetragen wurde, als Schirmherrin begleitet. Unterstützt wurde die Veranstaltung durch die Hector Stiftung II.

Bei der Mathematik-Olympiade ist müssen die Teilnehmer unter Klausurbedingungen mathematische Höchstleistungen erbringen. In insgesamt vier Runden müssen sie logisches Denken, Kombinationsfähigkeit und den kreativen Umgang mit mathematischen Methoden unter Beweis stellen. Wer auf Schul-, Regional-, und Länderebene überzeugt, schafft den Sprung in die Bundesrunde.

1961 in der DDR ins Leben gerufen, hat sich die Mathematik-Olympiade nach der Wiedervereinigung zu einem gesamtdeutschen Erfolgsmodell entwickelt. 10 Millionen Schüler der Klassen 3 bis 13 haben sich in den vergangenen 50 Jahren an dem Wettbewerb beteiligt. Etwa 10.000 erreichten die Bundesrunde.

Ausrichter ist seit 1994 Mathematik-Olympiaden e.V. Die Geschäftsstelle des Wettbewerbs wird von Bildung & Begabung im Verbund der bundesweiten Mathematik-Wettbewerbe geführt und vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert. Schirmherr von Bildung & Begabung und den Mathematik-Olympiaden in Deutschland ist Bundespräsident Christian Wulff.


Weiterführende Links

  • Website Bildung und Begabung

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