Philologen-Verband begrüßt Neukonzeption von Schulbüchern für den gymnasialen Bildungsgang
Erfreut nimmt der nordrhein-westfälische Philologen-Verband zur Kenntnis, dass verstärkt Schulbücher für den achtjährigen gymnasialen Bildungsgang Pflichtstoff und Zusatzmaterial optisch unterscheidbar kennzeichnen. Prof. Dr. Olaf Köller vom Institut zur Qualitätsentwicklung in Berlin (IQB) stellte am heutigen Tag hierzu beispielhaft Schulbücher vor.
01.10.2008 Nordrhein-Westfalen Pressemeldung Philologenverband NRW (PhV NRW)Der Philologen-Verband hatte gemeinsam mit der Landeselternschaft der Gymnasien und den Direktorenvereinigungen in Nordrhein-Westfalen bereits im Frühjahr 2008 diese Anregung an das Schulministerium weitergegeben. Damit können Eltern und Schüler deutlicher und sichtbarer nachvollziehen, welche Unterrichtsinhalte bei der Schulzeitverkürzung verzichtbar sind.
"Das ist eine praxisnahe Hilfe und eine klare Dokumentation, dass die Schulzeitverkürzung an Gymnasien mit der Entscheidung zur Lernstoffreduzierung einhergehen muss. Weniger Quantität ist kein Verlust an Qualität. Dadurch gewinnt allerdings die emotional angeheizte Debatte um das Turbo-Abitur eine größere Versachlichung", so Peter Silbernagel, Vorsitzender des Philologen-Verbandes.
Der Philologen-Verband begrüßt auch, dass Prof. Köller die in Nordrhein-Westfalen vorhandenen Kernlehrpläne für die Sekundarstufe I als eine gute Umsetzung der von der Kultesministerkonferenz festgelegten nationalen Bildungsstandards wertet. Genauso wichtig ist es, jetzt den Kernlehrplänen konkrete Musterlehrpläne in allen Fächern zur Seite zu stellen, um die schulpraktische Umsetzung konkreter und präziser zu fassen. Auch hier ist das Ministerium dem Drängen des Verbandes bisher bereits in 5 Fächern nachgekommen.
"Die Wahrheit ist eben konkret! Dies gilt auch für die schulpraktischen Erfordernisse bei der Schulzeitverkürzung.", so Peter Silbernagel.
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