Philologen-Verband: Unzureichender Stellenzuschlag durch Nachtragshaushalt provoziert Unterrichtsausfall
Jede dritte Stelle der nach aktuellen Schülerzahlen notwendigen Lehrerstellen wird durch den Nachtragshaushalt nicht bereit gestellt. Der nordrhein-westfälische Philologen-Verband hat hierfür kein Verständnis. Er fordert in der Landtagsanhörung am 11. Juni 2015, dass sämtliche 1.013 Lehrerstellen zur Verfügung gestellt werden und nicht 339 Stellen aus dem Kontingent gegen Unterrichtsausfall und für individuelle Förderung entnommen werden.
10.06.2015 Pressemeldung Philologenverband NRW (PhV NRW)"Diese fehlende Gegenfinanzierung von mehr als 17.400 Schülerinnen und Schülern führt dazu, dass wieder die Belastung auf die Einzelschulen und damit auf die Kolleginnen und Kollegen verlagert wird. Das größte schulorganisatorische Problem in dem zu Ende gehenden Schuljahr stellte die desolate Unterrichtsversorgung dar. Die statistischen Durchschnittswerte des Schulministeriums spiegeln nicht die sehr angespannte Situation der meisten Schulen wider", so Peter Silbernagel, Vorsitzender des nordrhein-westfälischen Philologen-Verbandes.
"Wir warnen davor, dieses Ärgernis aus diesem Jahr ins nächste Schuljahr weiter zu tragen. Dringend erforderlich sind flexible Instrumente, um auf Unterrichtsausfall reagieren zu können. Schulvertretungskonzepte sind nur Hilfskonstrukte, ausgetragen zumeist auf dem Rücken der Lehrerschaft."
Es kann nicht angehen, dass zahlreiche Schulen die unterrichtliche Versorgung der Flüchtlinge in Auffang-/ Seiten- oder internationalen Klassen ohne zusätzliche Fachkräfte bewältigen müssen.
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