Integration

Philologenverband begrüßt Meinungsumschwung der Bundesbildungsministerin

Die Tatsache, dass jetzt auch die Bundesbildungsministerin die Begrenzung von Migrantenanteilen in Schulklassen befürwortet, begrüßt der Bundesvorsitzende des Deutschen Philologenverbandes, Heinz-Peter Meidinger, ausdrücklich.

24.04.2017 Bundesweit Pressemeldung Deutscher Philologenverband (DPhV)
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Er erinnerte daran, dass Frau Wanka noch im Oktober 2015 die Forderung seines Verbandes, Migrantenanteile in Schulklassen tendenziell zu deckeln, mit dem Argument strikt abgelehnt habe,  trotz immer mehr Kindern mit Migrationshintergrund hätten sich die Leistungen bei der PISA-Studie in Deutschland verbessert.

Nach Ansicht des Verbandsvorsitzenden gibt es drei Gründe, von Seiten der Bildungsministerien und der Schulaufsicht mehr Einfluss hinsichtlich einer gleichmäßigeren Verteilung von Kindern mit Migrationshintergrund auf Schulklassen zu nehmen: "Erstens beobachten wir derzeit eine Konzentration sehr hoher Migrantenanteile in bestimmten Regionen, Ballungsgebieten und sozialen Brennpunkten. So klappt vielfach z.B. die Überführung der Flüchtlingskinder aus Willkommensklassen in die Regelklassen nicht, stattdessen werden in den Regelschulen zusätzliche Flüchtlingskinder-Klassen gebildet. Zweitens erschweren zu hohe Ausländeranteile in einzelnen Klassen die sprachliche und soziale Integration der Kinder mit Migrationshintergrund. Und drittens sinken, wie Studien ergeben haben, ab einem Anteil von 40 Prozent Migrantenanteil die Leistungen aller Schülerinnen und Schüler in diesen Klassen rapide ab, weswegen deutsche Eltern solche Klassen für ihre Kinder vermeiden wollen, was zu einem Teufelskreis führt."

Meidinger forderte die Bundesbildungsministerin und die Kultusministerkonferenz auf, den Worten jetzt auch Taten folgen zu lassen. Es sei zwar schön, wenn die Politik zu richtigen Einsichten gelange, gefragt seien aber  praktikable, flexible Lösungen vor Ort.


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