PhV begrüßt Unterstützung der Lehrkräfte gegen Online-Mobbing

Ausdrückliche Zustimmung erfahren die von Schulministerin Sommer vorgestellten "Handlungsempfehlungen zu Persönlichkeitsrechtsverletzungen im Internet und durch Fotohandys". Damit kommt – so der Philologen-Verband – das Schulministerium einer Aufforderung nach konkreter Fürsorge nach.

03.08.2007 Nordrhein-Westfalen Pressemeldung Philologenverband NRW (PhV NRW)

Positiv wertet der Lehrerverband ebenso, dass Schulministerin und Justizministerin gemeinsam gegen die Internet-Diskriminierung von Lehrerinnen und Lehrer vorgehen. Sie fordern die Bezirksregierungen auf, die Sperrung von Persönlichkeitsrechte verletzenden Internet-Seiten zu veranlassen. Je nach Fallgestaltung sollen Strafanträge gegen Internet-Betreiber gestellt werden.

"Das sind gute und hilfreiche Schritte rechtlicher Unterstützung. Notwendig ist darüber hinaus eine breite öffentliche Stimmung, die Verunglimpfungen und Verleumdungen der Lehrerschaft ächtet", betont Peter Silbernagel, Vorsitzender des Philologen-Verbandes. Der PhV zeigt sich seit Monaten besorgt, dass ungefilterte und unverantwortliche Internet-Präsentationen Anti-Lehrer-Ressentiments verstärken. Das Vertrauensverhältnis zwischen Schülern und Lehrern wird extrem belastet, oft das Schulklima nachhaltig vergiftet.

"Online-Mobbing in Form öffentlicher Beschämungslisten, provozierende Fotohandydarstellungen und grenzüberschreitende Videosequenzen sind menschenunwürdig und menschenverachtend. Unkontrollierbarkeit, Manipulierbarkeit und Anonymität unterlaufen das Bemühen um echte Erziehungspartnerschaft", so Peter Silbernagel. Nicht zuletzt dient die Initiative "Gegen Gewalt gegen Lehrkräfte" dem Ziel, ein Unterstützungsnetzwerk aufzubauen.


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