PISA 2012 startet Ende April
(red) In Österreich hat der PISA-Test 2012 bereits begonnen. In Deutschland fällt der Startschuss am 23. April. Bis zum 31. Mai 2012 werden dann an 250 Schulen in ganz Deutschland rund 6.250 15-Jährige getestet.
16.04.2012 ArtikelZum zweiten Mal werden bei PISA die Mathematikleistungen ausführlich getestet. Dabei verlangen die PISA-Aufgaben von den Schülerinnen und Schülern, dass sie ihr Mathematikwissen anwenden können. Die Anwendungssituationen reichen vom privaten und schulischen Bereich bis hin zu einfachen wissenschaftlichen Fragen und Problemstellungen.
Daneben werden wiederum naturwissenschaftliche Kompetenz und Lesekompetenz getestet. Die teilnehmenden Schulen wurden durch ein Zufallsverfahren ausgewählt. Auch die teilnehmenden Schüler innerhalb der ausgewählten Schulen wurden durch ein Zufallsverfahren bestimmt.
Es gibt zwei Stichproben von Schülerinnen und Schülern, die in Deutschland im Rahmen von PISA 2012 untersucht werden. So werden an den rund 250 Schulen jeweils 25 15-Jährige getestet, das sind insgesamt rund 6.250 Schülerinnen und Schüler. Außerdem nimmt Deutschland an der klassenbasierten Testung teil. Das heißt, an den teilnehmenden Schulen werden außerdem zwei vollständige Klassen der 9. Jahrgangsstufe getestet.
In allen Schulen wird es zwei Testtage geben. An einem Vormittag werden alle Schülerinnen und Schüler gemeinsam die PISA-Tests und Fragebögen bearbeiten. Nachmittags beziehungsweise am zweiten Testtag wird ein Teil von ihnen weitere Aufgaben, die für PISA 2012 neu entwickelt worden sind, am Computer bearbeiten. Die Bearbeitungszeit der Tests wird etwa 3,5 Zeitstunden betragen.
PISA 2012 will auch die Bedingungen erfassen, unter denen Schülerinnen und Schüler aufwachsen, leben und lernen. Dazu werden Schüler, Eltern, Mathematiklehrkräfte und die Schulleitung Fragebögen ausfüllen. Die Schülerinnen und Schüler werden zu ihrem Lernverhalten und ihren Erfahrungen mit Mathematik befragt und sollen angeben, wie sie ihren Schulalltag wahrnehmen. Außerdem wird der soziale Hintergrund erfasst. Die Mathematik-Lehrkräfte sollen ihren Unterricht und die Organisation des Unterrichts einschätzen und Auskunft über die Zusammenarbeit mit den Kolleginnen und Kollegen sowie mit der Schulleitung geben. Außerdem werden die Lehrkräfte über ihre Teilnahme an Fortbildungen befragt. Die Eltern werden gefragt, wie wichtig sie Mathematik für den Alltag sowie für die Ausbildung und die berufliche Zukunft ihres Kindes finden. Außerdem sollen sie die Schule und die Zusammenarbeit mit der Schule einschätzen.
Die nationalen Erhebungen bei PISA 2012 werden vom Zentrum für Internationale Bildungsvergleichsstudien (ZIB) unter Federführung von Prof. Dr. Manfred Prenzel an der TU München (School of Education) koordiniert und ausgewertet. Außerdem beteiligt sind das Deutsche Institut für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF), Frankfurt am Main (Prof. Dr. Eckhard Klieme), und das Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik (IPN), Kiel (Prof. Dr. Olaf Köller). Das Zentrum kooperiert eng mit dem Institut für Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (IQB) an der Humboldt-Universität zu Berlin (Prof. Dr. Petra Stanat und Prof. Dr. Anand Pant).
Ende 2013 werden die ersten Berichte über die internationalen Vergleiche vorliegen.
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