Praxis zeigt: "Kultur macht stark" kommt an und gelingt in Zusammenarbeit aller Beteiligten
Jugendliche, die kürzlich erst nach Deutschland gekommen sind, lernen im Projekt "Mitmischen" ihr neues Umfeld in Karlsruhe kennen und gestalten. Im Berliner MACHmit! Museum können Grundschüler/innen eine eigene Ausstellung konzipieren und durchführen. Den neuen Lebensabschnitt "Grundschule" befahren Kinder im niedersächsischen Barsinghausen mit selbstgestalteten "Vehikeln". Kunstschule, Kita, Schule und Stadtteiltreff ermöglich, dass sie sich zeichnend und bildhauerisch mit Abschied und Willkommen auseinandersetzen. Die Beispiele zeigen: Das Programm "Kultur macht stark" eröffnet neue und vielseitige Bildungschancen.
22.11.2013 Pressemeldung Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung e. V. (BKJ)Die mit dem Bundesprogramm "Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung" des Bundesbildungsministeriums (BMBF) verbundenen Erwartungen, dass Kindern und Jugendlichen flächendeckend und passgenau neue kulturelle Bildungs- und Teilhabechancen eröffnet werden, werden erfüllt. Es wird deutlich, welche besonderen Qualitäten in der Zusammenarbeit unterschiedlicher Partner liegen und wie vielseitig und ideenreich Zugänge zu Kunst und Kultur auf lokaler Ebene eröffnet werden. Die ausführlichen Praxisbeispiele sind nachzulesen unter: bkj.nu/54e
In "Kultur macht stark" übernimmt die Politik Verantwortung für gleichwertige Bildungschancen. Umgesetzt wird dieses Programm durch 35 Verbände und Initiativen auf Bundesebene, welche die Fördermittel an lokale Bildungsbündnisse weiterreichen. Träger und Einrichtungen, die in der Zivilgesellschaft verortet sind oder durch Länder bzw. Kommunen öffentlich finanziert werden, beteiligen sich durch ihre Projekte, damit die Mittel fachgerecht für die Förderung der Kinder und Jugendlichen verwendet werden. Das Zusammenspiel aller Akteure wird gegenwärtig in "Kultur macht stark" erprobt und befindet sich auf einem positivem Weg, lässt der Deutsche Kulturrat heute unter dem Titel "Gordischer Knoten in ´Kultur macht stark` zerschlagen" verlautbaren. All jene, die das Potenzial sehen und dem Programm großen Erfolg wünschen – die Verbände und Initiativen, das BMBF, die Jury des Programms oder der Deutsche Kulturrat– setzen sich genau dafür ein.
Dr. Gerd Taube, Vorsitzender der BKJ, betont zudem: "Kinder und Jugendliche in ihrer Persönlichkeit und ihrer Kompetenzentwicklung zu stärken – das nehmen die Träger der Kulturellen Bildung ernst. Sie nutzen ´Kultur macht stark` in Ergänzung zu ihren bisherigen Angeboten, um neue Zielgruppen zu erreichen und neue Wege der Zusammenarbeit zu erproben, wie es das 2. Jugend-KulturBarometer fordert."
Bildung geht alle an. Deshalb ist die BKJ sehr froh, dass die Koalitionsverhandlungen zurzeit erkennen lassen, dass das Kooperationsverbot in Kultur- und Bildungsfragen fallen könnte. Die BKJ und ihre Mitglieder unterstützen dieses Ansinnen, denn in einem kooperativen Bildungs- und Kulturföderalismus muss die Verantwortung für das Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen und deren kulturellen Teilhabe- und Bildungschancen gemeinsam gestärkt werden
- von Bund, Ländern und Kommunen,
- von zivilgesellschaftlichen Verbänden, öffentlichen Trägern und staatlicher Verwaltung,
- und den Feldern Jugend, Bildung, Kultur, Sozialarbeit.
Ein Lern- und Entwicklungsprozess ist dies für alle Seiten, eben weil die Aufgaben komplex sind und die Zusammenarbeit in dieser Dimension bisher noch in keinem Bundesprogramm Kultureller Bildung angegangen worden ist. "In diesem Programm liegt viel Potenzial, das bereits gehoben ist und das weiter Wirkung entfaltet, wenn alle Akteure im Dialog bleiben und die Anfangsschwierigkeiten im Sinne gemeinsamer Lösungen überwinden", erklärt Dr. Gerd Taube. Die Zusammenarbeit kann und wird also gelingen, wenn alle Beteiligten ihre Rollen einnehmen: Die Bundesbildungspolitik steht für die Rahmenbedingungen, die Programmpartner (Verbände und Initiativen) für die Motivation und fachliche wie administrative Begleitung des Feldes, die lokale Ebene (Einrichtungen und Träger) für die konkrete Projektpraxis, Länder und Gemeinden für die unterstützende Verzahnung hin zu Programmen und Infrastrukturen.
Im Programm "Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung" entwickeln Kultur-, Bildungs- und Netzwerkpartner in lokalen Bündnissen für Bildung gemeinsame Strategien und Angebote, um Kunst und Kultur leichter zugänglich zu machen und um miteinander dauerhaft zu wirken. 15 BKJ-Mitglieder beteiligen sich mit eigenen Umsetzungskonzepten an dem Förderprogramm des Bundesbildungsministeriums. Dazu zählt auch "Künste öffnen Welten" der BKJ.
Die Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- Jugendbildung e. V. (BKJ) ist der Dachverband der Kulturellen Kinder- und Jugendbildung in Deutschland. Sie versteht sich als Sprachrohr der Kulturellen Bildung und vertritt ihre jugend-, bildungs- und kulturpolitischen Interessen. Ziel ist die Weiterentwicklung und Förderung der Kulturellen Bildung: gesellschaftlich sensibel, nachhaltig, möglichst für jeden Menschen zugänglich, von Anfang an und ein Leben lang. Unter dem Dach der BKJ sind 55 Organisationen aus den Bereichen Musik, Spiel, Theater, Tanz, Bildende Kunst, Literatur, Museum, Medien, Zirkus und kulturpädagogische Fortbildung vertreten.
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