Forschung

Projekt: Intelligenter Stift hilft beim Lernen

Hausaufgaben sind in vielen Familien ein Stressfaktor. Kinder sollen sie selbständig erledigen, doch oft kosten sie auch den Eltern Zeit und Nerven. Das Softwaretechnik-Institut paluno an der Universität Duisburg-Essen (UDE) will mit neuer Technik für Entlastung sorgen.

23.08.2021 Bundesweit Pressemeldung Universität Duisburg-Essen (UDE)
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Es leitet das Verbundprojekt FederleichtLernen, das in den kommenden drei Jahren vom Bildungsministerium mit 1,5 Millionen Euro gefördert wird*. Hierfür entwickelt die Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Stefan Schneegaß mit Partnern ein Lernsystem, das mittels Augmented Reality direkte Hilfestellung bietet.

Das neue System soll es Schüler:innen ermöglichen, wie gewohnt mit Stift und Papier zu arbeiten, während die Lernmaterialien bei Bedarf um virtuelle Informationen erweitert werden. Dabei sollen die Inhalte räumlich präzise über den geschriebenen Text gelegt werden und so helfen, die richtige Lösung zu finden. Auf diese Weise können zum Beispiel Grammatik- und Rechtschreibfehler im geschriebenen Text hervorgehoben oder Hilfestellungen bei Matheaufgaben eingeblendet werden.

Die virtuelle Schicht soll möglichst einfach dank eines Smartphones, einer Datenbrille oder eines Projektors zu sehen sein; wie alltagstauglich die Varianten sind, wird im Laufe des Projektes untersucht.

„Der Stift ist ein vertrautes Werkzeug und damit eine benutzerfreundliche Eingabemethode für die erweitere Realität“, erläutert Dr. Uwe Grünefeld aus der paluno-Arbeitsgruppe Mensch-Computer Interaktion den Ansatz des Projekts. „Damit können die Schüler:innen ohne Ablenkung lernen und sich auf die eigentlichen Lerninhalte fokussieren.“

Die Hilfestellung soll sich dem aktuellen Bedarf des Lernenden anpassen. Deshalb soll der intelligente Stift die kognitive Belastung und Konzentrationsfähigkeit des Kindes ermitteln – durch Sensoren sowie mit Methoden der Künstlichen Intelligenz. „Wir sind gespannt, ob sich der Lernerfolg damit tatsächlich erhöhen lässt,“ so Dr. Grünefeld. „Wenn es funktioniert, kann die individuelle Lernunterstützung nicht nur zu Hause, sondern auch in der Schule sehr hilfreich sein.“


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