Qualität entscheidet!
Die Pro-Kopf-Ausgaben sagen nichts über Arbeitsbedingungen an den Schulen aus.
04.01.2017 Mecklenburg-Vorpommern Pressemeldung GEW Mecklenburg-VorpommernDie Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Mecklenburg-Vorpommern (GEW MV) begrüßt den Anstieg der Ausgaben im Bildungssystem, macht jedoch auch deutlich, dass damit keine Aussagen über die Qualität des Unterrichts und der Arbeitsbedingungen der Lehrerinnen und Lehrer getroffen werden. In ihrer <link schule meldung ausgaben-fuer-oeffentliche-schulen-2015-5800-euro-je-schuelerin-und-schueler _blank>Meldung wies Bildungsministerin Birgit Hesse darauf hin, dass die pro-Kopf-Ausgaben des Landes für Schülerinnen und Schüler in den vergangenen 10 Jahren um 70 Prozent gewachsen seien. „Das ist zunächst eine reine Zahlenspielerei. Zur Arbeitsbelastung der Lehrkräfte wird dadurch beispielsweise keine Aussage getroffen“, sagt die Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft M-V, Annett Lindner. „Unser Augenmerk richtet sich vor allem auf die Arbeitszeit. Viele Lehrkräfte leisten unentgeltliche Überstunden, ohne dass von Seiten des Landes Bemühungen zu erkennen sind, hier durch gute Personalplanung Abhilfe zu schaffen“, so die Gewerkschafterin weiter. „Es ist deutlich spürbar, dass die Lehrerinnen und Lehrer Entlastung brauchen“. Neben der anstehenden Tarifrunde werde die GEW deshalb vor allem das Thema Arbeitszeit auf die Agenda des neuen Jahres setzen.
- Ausgaben für öffentliche Schulen 2015: 5.800 Euro je Schülerin und Schüler
- Vergütungssätze für Lehraufträge angehoben
- Zahl der Studienanfänger in MV gestiegen
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