Entwicklungspläne

Qualität und Erreichbarkeit von Schulen sichern

Am Dienstag wurden vom Bildungsminister Ideen für die Schulentwicklungsplanung bis 2027 vorgestellt. Aus Sicht der GEW Sachsen-Anhalt drohen damit weitere Verschärfungen für den Bestand und die Entwicklung vieler Schulen im Land.

05.03.2020 Sachsen-Anhalt Pressemeldung GEW Sachsen-Anhalt
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In Flächenländern wie Sachsen-Anhalt muss die gewünschte Größe der Schulen immer auch im Verhältnis zu ihrer Erreichbarkeit betrachtet werden. Nach Bekanntwerden der Pläne äußerte sich Eva Gerth, Vorsitzende der GEW Sachsen-Anhalt, in Magdeburg: „Wer eine Zielzahl von 75 Schüler*innen in der gymnasialen Oberstufe fordert, bringt fast die Hälfte der Oberstufen im Land in Gefahr. Damit wird auch die bisherige engagierte Arbeit der Lehrkräfte in den Gymnasien ad absurdum geführt, die zwischen 50 und 75 Schüler*innen in der Oberstufe haben.“ Wenn Schüler*innen wechseln müssten, verlängerten sich die Schulwege und die Kosten für viele Familien würden steigen. Eine Verschärfung sei derzeit nicht notwendig, da die Schüler*innenzahlen in den weiterführenden Schulen nach 2022, dem Inkrafttreten der Verordnung, anwüchsen.

Vor kurzem wurden die Bedingungen der Leistungsbewertung für das Abitur angepasst. Diesem Fortschritt folge nun aber der nächste Rückschlag. „Sich zuerst für eine gute Umsetzung der Vorgaben der KMK für die Oberstufe in Sachsen-Anhalt feiern zu lassen und dann nur ein Jahr später eine angebliche Qualitätsminderung in kleineren Oberstufen vorzuschieben und diese damit zur Disposition zu stellen, ist nicht fair gegenüber den Schulen und spricht nicht für die Verlässlichkeit des Bildungsministeriums“, so Gerth weiter. Insbesondere sei es unsinnig, hier jede Ausnahme – und sei es auch nur für ein Schuljahr – zu verbieten. Es dränge sich der Verdacht auf, dass eigentlich die Gemeinschaftsschulen getroffen werden sollen und man dafür Kollateralschäden billigend in Kauf nimmt.

Ansprechpartner

GEW Sachsen-Anhalt

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