Qualität und Gerechtigkeit im bayerischen Bildungswesen?
Das fünfte Schuljahr erträgt der erste Jahrgang des 8jährigen Gymnasiums die Folgen dessen stümperhafter Einführung: Monate ganz ohne Schulbücher, Schulbücher, die fehlkonzipiert waren, ständige Lehrplanänderungen, Lehrermangel, Raumnot begleiteten den Weg dieser Schülerinnen und Schüler.
27.03.2009 Pressemeldung Gymnasialeltern Bayern e. V.Richtig schlimm wird es aber erst im kommenden Schuljahr mit Beginn der neuen Oberstufe:
Obgleich die Kurse mit 25 (Pflichtabiturfächer), 28 oder sogar mehr Schülern vollgestopft werden müssen, fehlen den Gymnasien wöchentlich zwischen 20 und 60 Lehrerstunden, um die neue Oberstufe ins Laufen zu bringen. Wahlmöglichkeiten werden drastisch eingeschränkt, Stunden müssen aus der Unter- und Mittelstufe herausgepresst, die Wahlfachangebote zurückgefahren werden.
Das nennt unser Kultusminister "Regierung stärkt Schulen für zentrale Zukunftsaufgabe". Und: Wir wollen jedem jungen Menschen in unserem Land alle Chancen auf eine qualitativ anspruchsvolle Bildung eröffnen – offenbar nur den jungen Menschen, deren Eltern einen dicken Geldbeutel für die Förderung ihrer Kinder öffnen können.
Wir Eltern erwarten drastische Verbesserungen in den Schulen unserer Kinder statt Schönrednerei. Angesichts der wahren Verhältnisse ist es Hohn, in einer Regierungserklärung "ausreichende Mittel für den Start der neuen Oberstufe" als Beispiel für die Verbesserung der Rahmenbedingungen der Bildungsarbeit anzuführen.
- "Bayerns Schulwesen: ein System wiederkehrender Chancen"
- "Bayerns Schulen machen Kinder stark für die Zukunft - Regierung stärkt Schulen für zentrale Zukunftsaufgabe"
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