Rahmenvereinbarung mit Dienstleistungsgesellschaft für Informatik mbH (DLGI) unterzeichnet: Mehr Schulen sollen Prüfungszentren werden

"Ausbildungsbetriebe, berufliche Schulen und Hochschulen setzen heute umfangreiche Kompetenzen im Umgang mit dem Computer als selbstverständlich voraus", unterstrich Kultusstaatssekretär Karl Freller die Bedeutung der Informationstechnischen Grundbildung, der Medienerziehung und des Faches Informatik an Schulen. An die Schulen werde daher verstärkt die Forderung gestellt, die PC-Kenntnisse ihrer Schülerinnen und Schüler zu verbessern. "Dabei müssen wir klären, welche Kompetenzstufe sie erreichen sollen", so Freller.

19.01.2007 Bayern Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

"Eine Möglichkeit, das erforderliche Niveau zu definieren, ist der Europäische Computerführerschein ECDL (European Computer Driving Licence). Der Europäische Computerführerschein ist ein europaweit einheitliches Computerzertifikat. Es ist den Unternehmen wohlbekannt und wird von ihnen anerkannt", so Freller. "ECDL-Prüfungen sind damit ein Maßstab, an dem sich Schüler messen können - zunächst ganz unabhängig von der Schule." Der ECDL wird in 139 Ländern anerkannt und inzwischen in 32 Sprachen unterrichtet. Europaweit nehmen derzeit rund 4 Mio. Menschen an Schulungsmaßnahmen für den ECDL teil. Rund 1.400 ECDL-Testleiter bieten in 1.000 Prüfungszentren den aus sieben Modulen bestehenden ECDL und den ECDL-Start (4 Module) an. Die ECDL-Tests werden ausschließlich online abgenommen.

Mehrere Schulen in Bayern haben sich bereits zu "ECDL-Prüfungszentren" entwickelt. Eine davon ist die Volksschule Mühlhausen. "Die Volksschule Mühlhausen hat den ECDL frühzeitig als Chance zur Qualifizierung von Hauptschülern im IT-Bereich erkannt", so Freller. "Sie nimmt damit eine Vorreiterrolle in einem Prozess ein, den das Kultusministerium voll und ganz unterstützt."

Um auch andere Schulen zu bestärken, ebenfalls ECDL-Prüfungszentren zu werden, unterzeichneten Kultusstaatssekretär Freller und Thomas Michel, Geschäftsführer der Dienstleistungsgesellschaft für Informatik mbH (DLGI) heute in Mühlhausen eine Rahmenvereinbarung, die die Voraussetzungen dafür deutlich verbessert. Die DLGI bietet den bayerischen Schulen und Bildstellen, die ECDL-Prüfungszentrum sind und werden, besondere Vergünstigungen und Unterstützungen an. So werden diesen Einrichtungen etwa die jährlich anfallenden Lizenzgebühren erlassen, bei einer größeren Anzahl von Einzelprüfungen wird eine Preisstaffelung angeboten. Darüber hinaus werden beispielsweise "ECDL-Mentoren" kostenlos geschult, die dann Fortbildungsmaßnahmen für Lehrkräfte zum ECDL durchführen.

Freller dankte der DLGI ausdrücklich für ihr Engagement: "Das bedeutet eine besondere Unterstützung der Lehrkräfte, denen die IT-Kompetenzen der jungen Menschen am Herzen liegen, und eine wirkungsvolle Verbesserung der Zukunftschancen der jungen Menschen."


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