Realschuleltern warnen vor überstürzten Maßnahmen bei Modellversuchen
Die Vorsitzende des Landeselternverbandes Bayerischer Realschulen (LEV-RS) Ingrid Ritt warnte nachdrücklich vor übertriebener Eile bei der Einführung von Schulversuchen zur Kooperation von Realschulen mit Hauptschulen.
14.11.2008 Bayern Pressemeldung Landeselternverband Bayerischer Realschulen (LEV-RS)"Vorschnelle Maßnahmen ohne gründlich überlegte Konzepte können der Sache nicht dienen," sagte sie. Die Folge seien vielmehr ständige Nachbesserungen sowie Verunsicherung und Unzufriedenheit bei den Betroffenen. Da derzeit aus dem Kultusministerium keine Informationen an den Realschulelternverband und Realschullehrerverband gehen, können, ohne dass gemeinsame Gespräche stattgefunden haben, noch keine Entscheidungen getroffen werden. Die schlechten Erfahrungen bei der Einführung des G8 sollten den Verantwortlichen hier zu denken geben. Wir nehmen Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle beim Wort. Er betonte in seinem Begrüßungsstatement im Landeschulbeirat deutlich: Qualität vor Geschwindigkeit.
Unter keinen Umständen könne es der Landeselternverband der Realschulen aber akzeptieren, so die LEV-Vorsitzende weiter, dass die Realschüler durch die Modellversuche benachteiligt werden. "Wir brauchen mehr Unterrichtsstunden an den Realschulen für den realschulspezifischen Bildungsauftrag, für die individuelle Förderung der Schüler und für die weitere Reduzierung der Wiederholerzahlen," gab die Landesvorsitzende zu bedenken. Dieses Anliegen dürfe angesichts der noch immer viel zu großen Klassen an den Realschulen keinesfalls vernachlässigt werden. Eltern und Schüler, die sich für die Realschule entschieden haben, erwarten zu Recht deutlich mehr Unterstützung aus der Politik.
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