Rheinland-Pfalz schneidet besser ab als Niedersachen
Mit "Verwunderung" hat das rheinland-pfälzische Bildungsministerium die unter anderem im "Mannheimer Morgen" wiedergegebene Kritik des niedersächsischen Ministerpräsidenten David McAllister an der Schulpolitik in Rheinland-Pfalz zur Kenntnis genommen und zugleich inhaltlich entschieden zurückgewiesen.
11.02.2011 Pressemeldung Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur, Rheinland-Pfalz"Die Bewertungen durch den Ministerpräsidenten eines Landes, dessen Schulsystem beim ersten länderübergreifenden Vergleich zur Überprüfung der Bildungsstandards deutlich schlechter abschneidet als das rheinland-pfälzische, und dessen Schulpolitik zudem insbesondere bei den Eltern auf viel Kritik stößt, sind schon sehr erstaunlich. Zumal der Vorgänger und Parteifreund von Herrn McAllister, Bundespräsident Wulff, erst kürzlich die rheinland-pfälzische Bildungspolitik ausdrücklich gelobt hat", hielt ein Sprecher des Bildungsministeriums in Mainz fest.
Wenn der niedersächsische Ministerpräsident als Beleg für seine Beurteilung anführe, "nur durch zentrale Abschlüsse könne der Anspruch auf Vergleichbarkeit und Bildungsgerechtigkeit erfüllt werden", so blende er wissenschaftliche Erkenntnisse offenbar bewusst aus. Dass zentrale Abschlussprüfungen die Qualität von Schule und Unterricht verbesserten, sei alles andere als eindeutig. "Und im bundesweiten Vergleich ist das Abitur in Rheinland-Pfalz hervorragend", so der Ministeriumssprecher.
Weiterführende Links
- morgenweb.de: McAllister kritisiert Schulpolitik
- Frankfurter Rundschau: Zentralabitur ohne Effekt
Keine Kommentare vorhanden