Rund 108 000 ABC-Schützen erwarten ihren ersten Schultag

Die Sommerferien neigen sich dem Ende zu und rund 108 000 Kinder freuen sich auf ihren ersten Schultag: Voraussichtlich 102 000 an einer Grundschule, 4 500 an einer Sonderschule und 1 500 an einer Freien Waldorfschule. Wie das Statistische Landesamt nach Auswertung der Amtlichen Schulstatistik 2007/08 feststellt, wurden im September 2007 103 436 Kinder in die Eingangsklasse einer Grundschule eingeschult, 52 829 Jungen und 50 607 Mädchen. Dies waren ca. 4 400 (4 Prozent) weniger als im Vorjahr.

02.09.2008 Baden-Württemberg Pressemeldung Statistisches Landesamt Baden-Württemberg

Im vergangenen Schuljahr 2007/08 trat die dritte und letzte Stufe einer umfangreichen Stichtagsflexibilisierung in Kraft. Seither ist schulpflichtig, wer bis zum 30.09. des Einschulungsjahres das 6. Lebensjahr vollendet hat (und nicht schon im Vorjahr "früh" eingeschult wurde). Dies hat sich auch auf die Rückstellungen ausgewirkt. Von den insgesamt fast 103 000 erstmals schulpflichtigen Kindern*1)* wurden im Herbst 2007 knapp 10 800 oder gut 10 Prozent zurückgestellt – anteilsmäßig so viele wie noch nie seit 1990. Mädchen wurden mit 8 Prozent deutlich weniger oft zurückgestellt als Jungen mit fast 13 Prozent.

Die Schulanfänger insgesamt setzten sich zusammen aus 91 955 erstmals schulpflichtigen Kindern (bis zum 30.09.2007 sechs Jahre alt geworden), 3 442 "früh" eingeschulten Kindern (nach dem 30.09.2007 sechs Jahre alt geworden) und 8 039 "spät" eingeschulten Kindern, die im Vorjahr zurückgestellt worden waren. Von diesen im Herbst 2006 zurückgestellten Kindern war jedes sechste zwar zunächst eingeschult worden, dann aber im Verlauf des ersten Halbjahres doch zurückgestellt worden, um im Herbst 2007 wieder in die unterste Klassenstufe aufgenommen zu werden.

Der Anteil der früh eingeschulten Kinder ist seit der Erweiterung der Schulpflicht rückläufig. Während er von 1994 an zehn Jahre lang kontinuierlich zugenommen hatte bis auf 12 Prozent im Jahr 2004, fiel dieser Anteil 2005 auf 9 Prozent, 2006 auf 6 Prozent und 2007 auf 3 Prozent. Damit war der viele Jahre anhaltende Trend zur Früh-Einschulung gebrochen. Andererseits ist der Anteil der Kinder, die spät eingeschult wurden, im Jahr 2007 auf 8 Prozent gestiegen nach 6 Prozent im Jahr 2006 und 5 Prozent im Jahr 2005.

Mädchen wurden weiterhin häufiger früh und seltener spät eingeschult als Jungen. So wurden im Jahr 2007 von den Jungen 9,7 Prozent, von den Mädchen dagegen nur 5,8 Prozent spät eingeschult. Früh eingeschult wurden 2,5 Prozent der männlichen Schulanfänger im Gegensatz zu 4,2 Prozent der weiblichen. Hier hat sich der Abstand zwischen den Geschlechtern im Vergleich zum Vorjahr etwas verringert.

Zwischen den einzelnen Stadt- und Landkreisen schwankten die Quoten der früh bzw. spät eingeschulten Kinder erheblich. Bei den Früheinschulungen reichte die Spannweite von 1 Prozent im Landkreis Freudenstadt bis zu 8 Prozent im Stadtkreis Baden-Baden. Die Späteinschulungen streuten von 5 Prozent im Stadtkreis Karlsruhe bis zu 12 Prozent im Landkreis Sigmaringen.

1) Zu den erstmals schulpflichtigen Kindern gehören alle, die bis zum 30.09.2007 das 6. Lebensjahr vollendet hatten (soweit sie nicht schon im Vorjahr eingeschult worden waren). Der Großteil dieser Kinder wurde eingeschult, ein Teil aber auch von der Einschulung zurückgestellt.


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