Baden-Württemberg

Rund 94 300 Kinder freuen sich auf ihren ersten Schultag

Rund 94 300 Kinder fiebern nach Schätzung des Statistischen Landesamtes ihrem ersten Schultag entgegen: Ca. 88 400 an einer Grundschule, 4 300 an einer Sonderschule und 1 600 an einer Freien Waldorfschule.

05.09.2012 Pressemeldung Statistisches Landesamt Baden-Württemberg

Wie das Statistische Landesamt mitteilt, ist die Zahl der Einschulungen an Grundschulen seit dem Schuljahr 2003/04 rückläufig. Im Vorjahr, also im September 2011, wurden in die Eingangsklasse einer Grundschule noch gut 91 200 Kinder eingeschult, im September 2005 waren es sogar noch über 110 300. Die gut 91 200 Schulanfänger an den Grundschulen im Herbst 2011 setzten sich zusammen aus knapp 80 300 "normal" eingeschulten Kindern (bis zum 30.09.2011 sechs Jahre alt geworden), knapp 2 600 "früh" eingeschulten Kindern (nach dem 30.09.2011 sechs Jahre alt geworden) und rund 8 400 "spät" eingeschulten Kindern, die im Vorjahr zurückgestellt worden waren.

Der Anteil der früh eingeschulten Kinder hat von 1994 an zehn Jahre lang kontinuierlich zugenommen bis auf 12 Prozent im Jahr 2004, ging dann aber aufgrund der stufenweisen Erweiterung der Schulpflicht (bis hin zum Stichtag 30.09. ab dem Schuljahr 2007/08) stark zurück auf

  • 9 Prozent im Jahr 2005,
  • 6 Prozent im Jahr 2006,
  • 3 Prozent im Jahr 2007.

Nach einem leichten Anstieg im Jahr 2008 auf knapp 4 Prozent fiel der Anteil der früh Eingeschulten in den Folgejahren bis auf knapp 3 Prozent im Herbst 2011. Dagegen ist der Anteil der spät eingeschulten Kinder – ebenfalls im Zusammenhang mit der Erweiterung der Schulpflicht – seit dem Jahr 2005 von 5 Prozent merklich angestiegen auf

  • 6 Prozent im Jahr 2006,
  • 8 Prozent im Jahr 2007 und
  • 9 Prozent im Jahr 2008.

Auf diesem Niveau hat er sich auch in den drei Folgejahren 2009 bis 2011 gehalten.

Mädchen werden offenbar eher als "schulreif" eingestuft: Sie wurden weiterhin häufiger früh und seltener spät eingeschult als Jungen. So wurden an den Grundschulen des Landes im Jahr 2011 von den Jungen gut 11 Prozent, von den Mädchen dagegen nur 7 Prozent spät eingeschult. Früh eingeschult wurden 2 Prozent der männlichen Schulanfänger im Gegensatz zu knapp 4 Prozent der weiblichen. Von den insgesamt gut 89 300 Kindern1) (siehe Tabelle "Erstmals schulpflichtige und zurückgestellte Kinder an Grundschulen seit 1990"), die im Herbst 2011 erstmals schulpflichtig waren, wurden 10 Prozent zurückgestellt (Herbst 2010: knapp 11 Prozent). Jungen waren mit knapp 13 Prozent weiterhin häufiger von einer Rückstellung betroffen als Mädchen mit knapp 8 Prozent.

Zwischen den einzelnen Stadt- und Landkreisen variierten die Quoten der früh bzw. spät eingeschulten Kinder an Grundschulen im Jahr 2011 wieder erheblich. Bei den Früheinschulungen reichte die Spannweite von 1,3 Prozent in den Landkreisen Freudenstadt und Rottweil bis zu 10 Prozent im Hohenlohekreis. Die Späteinschulungen schwankten von 5,6 Prozent im Stadtkreis Heidelberg und 13,6 Prozent im Landkreis Ravensburg. Der Anteil der erstmals schulpflichtigen Kinder, die von der Einschulung zurückgestellt wurden, bewegte sich zwischen 6,3 Prozent im Landkreis Calw und 13,4 Prozent in Emmendingen.


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