Sachsens Schüler "handeln demokratisch"

Beim Bundeswettbewerb "Demokratisch Handeln" hat die Jury elf Schülerprojekte aus Sachsen ausgewählt. Damit hat Sachsen nach Bremen die meisten Auszeichnungen bundesweit. Als Preis erhalten die Schüler eine Einladung zur "Lernstatt Demokratie 2006" vom 30. Mai bis 2. Juni 2006 in Hamburg. Dort wird ihnen ein vielseitiges Programm angeboten und Anregungen für die Weiterentwicklung gegeben.

07.04.2006 Sachsen Pressemeldung Sächsisches Staatsministerium für Kultus

Insgesamt hatten sich 225 Schulen aller Schulformen aus ganz Deutschland mit ihren Projekten beworben. Allein 35 Einsendungen kamen aus Sachsen. Die 38 Jurymitglieder entschieden sich insgesamt für 62 Beispiele, in denen die Schüler mit hoher Qualität die Möglichkeiten demokratischen Handelns zeigen.

Der Wettbewerb "Demokratisch Handeln" wird seit 1989 bundesweit für alle allgemein bildenden Schulen und freien Initiativen ausgeschrieben. Das Programm will demokratische Haltung und Kultur im Schulalltag stärken. Mit jährlich 30 bis 40 Projekten nimmt Sachsen in diesem Programm neben Nordrhein-Westfalen eine bundesweite Spitzenstellung ein.

Weitere Informationen zum "Wettbewerb Demokratisch Handeln", der "Lernstatt Demokratie und den ausgezeichneten Projekten gibt es unter www.demokratisch-handeln.de oder beim Regionalberater für Sachsen, Dr. Wolfgang Wildfeuer, Sächsische Akademie für Lehrerfortbildung, . Die neue Runde der Ausschreibung hat bereits begonnen und endet am 30. November 2006.

Die sächsischen Gewinnerprojekte:

Schule für den Urwald

Regina Tröger - Karl - Schmidt - Rottluff - Gymnasium - Hohe Straße 35 - 09112
Chemnitz Schülerinnen und Schüler des Karl- Schmidt - Rottluff - Gymnasiums in Chemnitz möchten gemeinsam mit ihrer Lehrerin Frau Tröger einen Beitrag zur Rettung des Regenwaldes leisten. Mit dem Ziel "Schule für den Urwald" zu werden, organisieren sie thematische Veranstaltungen und führen umweltfreundliche Arbeitsmethoden in ihrer Schule ein.

Sterilisation und Euthanasie während des Nationalsozialismus

Dr. Käbisch Edmund - Clara-Wieck-Gymnasium Zwickau - Platz der Deutschen Einheit 2 - 08056 Zwickau
Die Schülerinnen und Schüler des Religionskurses des Gymnasiums Zwickau leisten mit ihrer Ausstellung "Sterilisation und Euthanasie während des Nationalsozialismus" einen wichtigen Beitrag zur aktiven Auseinandersetzung und Erinnerung an die menschenverachtenden Verbrechen der Nazis.

AG Geschichte

Hubertus Schrapps - Georgius-Agricola-Gymnasium - Pestalozzistraße 85 - 08371 Glauchau
Die Geschichts-AG des Georgius-Agricola-Gymnasiums in Glauchau besteht seit beinahe zehn Jahren. In diesem Jahr umfassen ihre Aktivitäten die Pflege der Schlossruine Döben, die Beschilderung von Sehenswürdigkeiten ihrer Heimatstadt gemeinsam mit dem örtlichen Denkmalverein und die Erarbeitung einer Mappe mit zehn historischen Stadtansichten, die die Stadt als Ehrengabe verwendet.

Schülermultiplikatoren gegen Drogen und Sucht

Rolf Bauer - Georgius-Agricola-Gymnasium Chemnitz - Park der Opfer des Faschismus - 09111 Chemnitz
Interessierte Jugendliche werden in Zusammenarbeit mit der Diakonie Chemnitz zu Schülermultiplikatoren ausgebildet, um suchtvorbeugende Unterrichtsstunden zu gestalten und ihren Mitschülerinnen und Mitschülern, deren Eltern und den Lehrern informierend und beratend zur Seite zu stehen.

Freiberger Schulpartnerschaften in Nepal

Anne-Kathrin Kreis - Mittelschule "Clara Zetkin" - Dörnerzaunstraße 2 - 09599 Freiberg
Die Mittelschule "Clara Zetkin" in Freiberg verbindet ihr Engagement für den Klimaschutz und die Partnerschaft mit einer Schule in Nepal. Zusammen mit einem Freiberger Gymnasium, das ebenfalls eine Partnerschaft mit eine nepalesischen Schule aufgenommen hat, und Sponsoren aus der Region, wird mit einem Spendenlauf Geld für eine Solaranlage gesammelt. Mit den Erlösen aus der Stromgewinnung werden zu gleichen Teilen die Schulpartnerschaften und eigene "Nachhaltigkeitsprojekte" finanziert.

Wie entsteht die Satzung eines Schülerrates?

Sebastian Stieler - Kreisschülerrat Leipziger Land - Leipziger Straße 67 - 04552 Borna
Der sechzehnjährige Vorsitzende des Kreisschülerrates Leipziger Land, Sebastian Stieler, regt die Erarbeitung und Verabschiedung einer verbindlichen Satzung für alle Schülerräte an. Gemeinsam mit zwei Vorstandsmitgliedern schreiben sie eine Satzung, die nach Diskussion angenommen wird und die Arbeit des Schü-lerrates auf eine demokratisch legitimierte Grundlage stellt.

Schlichter bilden Schlichter aus

Regine Wollmann - Mittelschule Niederwiesa - Mühlenstraße 21 - 09577 Niederwiesa
Schülerinnen und Schüler mit Erfahrungen als Streitschlichter geben ihre Kenntnisse in mehreren Seminaren an Jüngere weiter und sichern so den Erhalt der Schlichtertätigkeit an ihrer Schule.

Schulprogramm

Annett Kirsten - Georgius-Agricola-Gymnasium - Pestalozzistraße 85 - 08371 Glauchau
Das Schulprogramm des Georgius-Agricola-Gymnasiums in Glauchau wurde von den Lehrern der Einrichtung erarbeitet. Es beinhaltet u.a. eine Schülerselbstverwaltung, Schnupperunterricht für künftige Gymnasiasten, ein Konfliktlotsenprojekt, die Gestaltung der Homepage der Schule durch ihre Schüler und weitere Aktivitäten, die eine größtmögliche Transparenz zwischen Schule und Schülern ebenso wie die Ermutigung engagierter Jugendlicher garantieren sollen.

Neue Wege öffnen! Schüler-Mit-Wirkung

Silvia Schubert - Regionalschulamt Bautzen - Otto-Nagel-Straße 1 - 02625 Bautzen
Die Schülervertreter des Lessing-Gymnasiums Hoyerswerda, des Städtischen Goethe-Gymnasiums Bischofswerda und der Gottlieb-Daimler-Mittelschule Bautzen führen gemeinsam mit dem Regionalenschulamtes Bautzen und der RAA einen Seminartag zum Thema: "Qualitätsentwicklung an Schulen" durch und wollen damit ihr aus einem Modellversuch gewonnenes Wissen in diesem Bereich auch anderen sächsischen Schulen zugänglich machen.

Cool sein - ohne Gewalt

Petra Buhr - Humboldt-Mittelschule - L.-Streit-Straße 2 - 08056 Zwickau
Elf Schülerinnen und Schüler der Humboldt-Mittelschule in Zwickau entwickeln einen Parcours zum Thema "Gewalt", den sie an der Nicolaigrundschule gemeinsam mit Grundschülern als Workshop durchführen. Sie möchten die Jüngeren motivieren, Konflikte ohne Gewalt und unter Berücksichtigung der eigenen Stärken und der Schwächen anderer zu lösen.

Unser Präventionskonzept - Förderung der Lebenskompetenzen

Rolf Bauer - Georgius-Agricola-Gymnasium Chemnitz - Park der Opfer des Faschismus - 09111 Chemnitz
Das Chemnitzer Gymnasium realisiert durch ein Netzwerk schulischer und au-ßerschulischer Partner ein Präventionskonzept, das gegen körperliche und seelische Gewalt, Rassismus und Ausgrenzung, Drogen und Sucht, und für Gesundheit und Wohlbefinden eintreten soll, um eine "Schule zum Wohlfühlen" zu schaffen.


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