Schnellauswertung des mittleren Schulabschlusses (MSA) 2008:

Im Mai und Juni 2008 fanden in Berlin zum dritten Mal zentrale Prüfungen zum mittleren Schulabschluss (MSA) statt. In diesem Jahr haben 86% der Schülerinnen und Schüler, die zur Teilnahme verpflichtet waren, den MSA bestanden. Im letzten Jahr waren es 85% dieser Gruppe.

24.07.2008 Berlin Pressemeldung Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung

Der MSA ist bestanden, wenn sowohl der Prüfungsteil als auch der Jahrgangsteil erfolgreich absolviert werden. Unter dem Jahrgangsteil wird die schulformbezogene Bewertung der Jahresleistung verstanden. Bei den Schülerinnen und Schülern, die nicht zur Teilnahme verpflichtet sind, jedoch freiwillig teilnehmen können, steigt die Bestehensquote des MSA dieses Jahr sogar auf 40% (2007: 35%). 79% (2007: 77%) aller Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben den MSA bestanden. Staatssekretär Dr. Hans-Gerhard Husung: "Es ist erfreulich, dass die Bestehensquoten des MSA 2008 in allen Schularten/Kursniveaus mindestens so groß sind wie im Vorjahr. Dies halte ich für eine positive Tendenz, die zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Das Ergebnis soll uns alle anspornen, die Unterrichtsqualität weiter zu verbessern. Nach der großen Aufregung um die Wiederholung der Matheprüfung bin ich froh, dass sowohl der Mathetest selbst als auch das Gesamtergebnis in der Bandbreite der ersten beiden Jahre liegt." Zur Teilnahme an der Prüfung verpflichtet sind alle Schülerinnen und Schüler an Gymnasien und Realschulen sowie ein Teil der Schülerinnen und Schüler an Gesamt- und Hauptschulen. Freiwillig kann teilnehmen, wer von der Schulart bzw. vom Kurs her den Haupt- oder erweiterten Hauptschulabschluss anstrebt.

Zur Einordnung und Auswertung erhalten alle Schulen noch Auswertungen ihrer MSA-Ergebnisse sowie landes- und schulformbezogene Referenzwerte. Die Schulen haben ihre Einzelergebnisse bis einschließlich dem 17. Juli 2008 eingegeben. Seitdem hat das Institut für Schulqualität (ISQ) im Auftrag der Bildungsverwaltung eine Schnellauswertung der Ergebnisse vorgenommen.

Die Ergebnisse der Schnellauswertung

Bei den Schularten treten die Unterschiede in der erwarteten Richtung auf. Mit großem Abstand erzielen die Gymnasien die besten Resultate (96% wie 2006 und 2007). An den Realschulen betrug die Bestehensquote 81% (2006: 81%; 2007: 79%). Ein Vergleich der Ergebnisse 2006 - 2007 ist für die Gesamtschulen und die verbundenen Haupt- und Realschulen kaum möglich. Die Veränderung der Teilnahmekriterien für die Gesamtschulen im Schuljahr 2006/2007 (SEK-I-Verordnung) hat bewirkt, dass die leistungsmäßig Schwächeren unter den früheren Pflichtteilnehmenden in die Gruppe der Freiwilligen wechselten, in der sie zu den leistungsmäßig Besseren zählen. Da die Schüler sowohl den Prüfungs- als auch den Jahrgangsteil bestehen müssen, um den MSA insgesamt zu bestehen, sind die Gesamtbestehensquoten geringer als die jeweiligen Bestehensquoten der Prüfungsteile. 2 F, E, G, A bezeichnen die Kursniveaus in den Gesamt-, Hauptschulen sowie in den verbundenen Haupt- und Realschulen.

Deutsch: Mit einer Ausnahme der B-Kurse an den Hauptschulen werden mindestens dieselben Bestehensquoten wie vor einem Jahr erzielt. Dort, wo die Bestehensquoten gleich bleiben, tun sie dies auf hohem Niveau. Englisch: Vor allem die schwächeren Kursniveaus erreichen bessere Bestehensquoten als vor einem Jahr: Die meisten der anderen Schularten/Kursniveaus bleiben überwiegend auf hohem oder sehr hohem Niveau. Mathematik: Die F-Kurse an den Gesamtschulen und die B-Kurse an den Hauptschulen weisen 2008 bessere Bestehensquoten auf als 2007. Gleich bleiben sie in den R-Kursen an den verbundenen Haupt- und Realschulen sowie an den Gymnasien, während für die anderen Schularten/Kursniveaus Einbußen zu verzeichnen sind. Dort, wo Vergleiche möglich sind, sind die Bestehensquoten auf dem Niveau von 2006.


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