"Schüler entlastet - Wahlmöglichkeit erhöht"

"Die Schüler und Eltern werden entlastet, die Wahlmöglichkeit erhöht", darin stimmen Kultusminister Siegfried Schneider, der Vorsitzende der Landes-Elternvereinigung der Gymnasien, Thomas Lillig, der Vorsitzende des Philologenverbands, Max Schmidt, und die Vorsitzende der Direktoreinigung, Barbara Loos, nach den Beschlüssen zur Weiterentwicklung des G 8 im Bayerischen Kabinett überein.

08.04.2008 Bayern Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

  1. Der Lehrplan soll auf der Grundlage der gesammelten Erfahrungen überarbeitet werden und noch stärker als bisher als Grundwissen und Methodenkompetenzen betonen.
  2. Alle Intensivierungsstunden bleiben an den Schulen als Lehrerstunden im Budget erhalten und keine einzige geht für die Schüler verloren, so dass die Schüler weiterhin sehr gut individuell gefördert werden können. Sie können sogar stärker als bisher individuelle Angebote nutzen und bei der Wahl zusätzlicher Unterrichtsstunden in Form von Wahlunterricht, Pluskursen und Neigungskursen ihre Bedürfnisse stärker berücksichtigen.
  3. Die Stundentafel wurde entsprechend der Möglichkeiten der Beschlüsse der KMK geringfügig gekürzt. Die Überarbeitung der Lehrpläne soll die nötigen Zeiträume schaffen, um die erworbenen Kenntnisse und Fertigkeiten zu vertiefen und zu festigen.
  4. Die Belastung für die Schüler wird nun gesenkt, da die verpflichtenden Stunden an Nachmittagen begrenzt werden und schriftliche Hausaufgaben im Falle von längerem verpflichtenden Nachmittagsunterricht entfallen.
  5. Eltern und Lehrkräften wird bei der Konzeption der zusätzlichen Intensivierungsstunden Mitverantwortung für den Lernerfolg der Schüler übertragen.
  6. Zur Entlastung der Lehrkräfte und zur Erweiterung des Betreuungsangebots an den Nachmittagen werden den Schulen weitere finanzielle Mittel zur Verfügung gestellt, um zusätzliches Personal einzustellen.

"Das Gesamtkonzept ist - trotz aller unterschiedlichen Interessenlagen - ein schlüssiges Konzept für das Gymnasium", so die abschließende Wertung des Bayerischen Kultusministers.

Der Bayerische Philologenverband und die Direktorenvereinigung sehen die Reduzierung der Fachstundenzahl kritisch und betonen, dass für ein erfolgreiche Bildungsarbeit Gymnasium kleine Klassen und noch kleinere Kursgrößen entscheidend sind, so Barbara Loos und Max Schmidt.

Die Vorsitzende der Direktorenvereinigung Barbara Loos äußerte den dringenden Wunsch, dass die Gestaltungsfreiräume der Schulen nicht unnötig eingeengt werden, damit vor Ort die passenden Konzepte für die jeweilige Schule verwirklicht werden können.

"Mit diesen Maßnahmen besteht nun ein erheblich verbesserter und verlässlicher Rahmen, um das bayerische Gymnasium weiter zu entwickeln", bilanziert Thomas Lillig.


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