Schüler testen Software

(bikl) Sie arbeiten in der Tierarztpraxis, forschen bei den Pharaonen, leiten einen Zoo oder konstruieren knifflige Maschinen: Während der Games-Convention testen 36 Grundschulkinder aus Leipzig aktuelle Computerspiele und küren schließlich den Sieger für den „Kinderpreis Giga-Maus 2006“.

25.08.2006 Artikel
  • © bikl.de

Mit viel Engagement und Konzentration sind die jungen Experten bei der Sache und beweisen ganz souverän ihre Medienkompetenz. „Die Bedienung war ganz leicht, aber die Aufgaben waren teilweise sehr schwierig“, sind sich Lisa und Sophie einig. Und Markus liebt die Herausforderung: „Das ist prima, da kann man so viel ausprobieren. Manches ist knifflig aber gerade das macht am meisten Spaß.“ Im Giga-Maus-Teststudio können die 8-12jährigen endlich auch einmal Noten verteilen und das tun sie sehr gewissenhaft.

Ferientag geopfert

Professor Hartmut Warkus und seine Studenten von der Universität Leipzig betreuen die Kinderjury der Giga-Maus auf der GC family. Die Schulen wurden vorab gemeinsam mit dem Schulamt ausgewählt: die Marienbrunner Schule und die 76. Schule der Stadt Leipzig. Für die Kinder ist die Mitgliedschaft in der Jury eine besondere Auszeichnung. Aus der Marienbrunner Schule durften die Schüler mit den besten Noten teilnehmen und die 72. Schule schickte die Sieger der Matheolympiade. Für die Jurytätigkeit wird auch schon mal gern ein Ferientag geopfert. Denn die Schule beginnt in Sachsen erst am 2. September.

Mehrwert für den Unterricht

Begleitet werden die Schüler von ihren Lehrerinnen. „Wir wollten den Kindern die Möglichkeit geben, Computerspiele zu testen und ihre Meinung zu den Spielen abzugeben“, erklärt Maike Hickfang von der Marienbrunner Schule. Auch für den Unterricht erhofft sich die Pädagogin einen Mehrwert. „Wir setzen im Unterricht Lernsoftware ein und hier sehe ich, was die Kinder begeistert: An Grafiken, an der Spielhandlung und den Aufgabenstellungen.“

Denn der Computer spielt auch schon in der Grundschule eine wichtige Rolle. „Wir arbeiten in verschiedenen Fächern mit dem PC: Im Mathematikunterricht, im Deutschunterricht, aber auch in den Fächern Sachkunde, Ethik und Musik wird der Computer genutzt. Für mich ist es hoch interessant, die Kinder beim Spielen zu beobachten. So kann ich anschließend das eine oder andere auch in den Unterricht mit einbeziehen.“

"Andere Erwartungshaltung"

„Erwachsene und Kinder gehen anders mit den Spielen um“, betont Prof. Dr. Hartmut Warkus. „Als Medienpädagogen oder als Eltern haben wir eine bestimmte Erwartungshaltung, die haben die Kinder auch, aber es ist eine andere. Die Kinder wollen in erster Linie Spaß und Unterhaltung beim Spiel. Sie haben aber gar nichts dagegen, wenn sie auch etwas lernen. Und diese Einheit bekommt man durch eine Kinderjury bestätigt.“

Ausdauer und Konzentration

Franziska Graupner gehört zum Studententeam im Teststudio. Die zukünftige Medienwissenschaftlerin ist beeindruckt von der Ausdauer der Schüler. „Die Kinder haben drei Stunden lang konzentriert gespielt und getestet. Und uns anschließend ihre Meinung ganz differenziert mitgeteilt.“ Was ihr noch aufgefallen ist: „Mädchen und Jungen haben sich gar nicht für unterschiedliche Spiele interessiert, sondern hatten vielmehr meist die gleichen Favoriten.“

Giga-Maus auf der Buchmesse Frankfurt

Welche das sind, wird die Auswertung der Fragebögen zeigen. Verliehen wird der Kinderpreis Giga-Maus 2006 am 04. Oktober um 11 Uhr auf der Frankfurter Buchmesse. Dort zeichnen die Zeitschrift Eltern family und Hewlett Packard zum neunten Mal die besten Programme und Onlineangebote für Kinder und für die ganze Familie aus.

Links

GC family
Giga-Maus
Homepage Prof. Warkus


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