Schülerveranstaltung im Gedenken an die "Reichspogromnacht"

Um antisemitische Vorurteile in der Gegenwart und die Erinnerung an systematische Angriffe auf jüdische Mitbürger und deren Einrichtungen vor 70 Jahren geht es bei einer Veranstaltung des Niedersächsischen Kultusministeriums heute im Historischen Museum in Hannover. Rund 200 Schülerinnen und Schüler aus der Region Hannover nehmen an der Veranstaltung im Gedenken an die "Reichspogromnacht" teil.

10.11.2008 Niedersachsen Pressemeldung Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur

"Ich möchte, dass die Erinnerung an die schrecklichen Geschehnisse in der ,Reichspogromnacht` zu einer Haltung des Respekts und der Achtung gegenüber anderen Menschen beiträgt. So können Schülerinnen und Schüler Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus bewusst entgegentreten", sagte die Niedersächsische Kultusministerin Elisabeth Heister-Neumann bei der Eröffnung der Veranstaltung. "Ich bin der Überzeugung, dass die Erinnerung an die Verbrechen des Nationalsozialismus, die Aufklärung über den Antisemitismus und die Verfolgung von Minderheiten genauso zum Bildungsauftrag unserer Schulen gehören wie ein guter Mathematikunterricht oder das Erlernen von Fremdsprachen. Der heutige Tag soll dazu beitragen, dass Schülerinnen und Schüler zu aufmerksamen und engagierten Bürgern werden, die sich nicht von Vorurteilen bestimmen lassen."

Die Schülergruppen besuchen die Ausstellung des Historischen Museums Hannover zur "Reichspogromnacht". Außerdem erhalten sie Informationen im Neuen Rathaus und an der Roten Reihe, dem Standort der ehemaligen Synagoge, zur Judenverfolgung der Nationalsozialisten und zur "Reichspogromnacht". Im Anschluss finden Workshops zum Thema "Antisemitismus heute" statt.

Die Veranstaltung findet in Zusammenarbeit mit dem Historischen Museum am Hohen Ufer und dem Anne Frank Zentrum aus Berlin statt.


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