Schule / Deutsch-Französischer Tag: Bildungsministerin Ahnen wirbt für die französische Sprache

Die Sprache des großen westlichen Nachbarlandes zu erlernen oder die eigenen Kenntnisse in Französisch weiterzuentwickeln – dafür wirbt Bildungsministerin Doris Ahnen anlässlich des Deutsch-Französischen Tags 2006 am 22. Januar. Um Schülerinnen und Schülern einen noch größeren Anreiz dafür zu liefern, habe Rheinland-Pfalz jetzt mit der französischen Seite eine gemeinsame Vereinbarung über die neue "DELF scolaire"-Prüfung, einen zusätzlichen Qualifikationsnachweis für Französisch für Schülerinnen und Schüler, unterzeichnet, betonte die Bildungsministerin. Mit dem Ziel der nachdrücklichen Werbung für die französische Sprache werde zudem gerade in diesen Tagen allen Schülerinnen und Schülern der vierten Grundschulklassen die von der Kultusministerkonferenz (KMK) und der Republik Frankreich herausgegebene Broschüre "Französisch schlägt Brücken in die Zukunft" zugeschickt.

21.01.2006 Rheinland-Pfalz Pressemeldung Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur, Rheinland-Pfalz

Mit der Vereinbarung zur "DELF scolaire-Prüfung" könne künftig an noch mehr rheinland-pfälzischen Schulen als bisher ein institutionell anerkanntes Sprachzertifikat für Französisch auf der Basis des "Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens für Sprachen" angeboten werden, unterstrich Doris Ahnen. Das "Diplôme d´Études en Langue Française (DELF)", das grundsätzlich in vier Stufen vergeben werde, könne von rheinland-pfälzischen Schülerinnen und Schülern beispielsweise zum Ende der Sekundarstufe I (nach Klasse 10) mit einer eigenen Prüfung erworben werden und sei ein freiwilliger zusätzlicher und international anerkannter Qualifikationsnachweis.

In Rheinland-Pfalz liege es eigentlich nahe, sich für die Sprache des Nachbarn zu entscheiden, hielt die Bildungsministerin fest. Und wie die Statistik zeige, ergriffen hier auch tatsächlich deutlich mehr Schülerinnen und Schüler diese Chance als im Bundesdurchschnitt: Fast 22 Prozent aller Schülerinnen und Schüler in den allgemein bildenden Schulen im Land lernten neben Englisch auch Französisch. Bundesweit liege der Anteil der Französisch lernenden Kinder und Jugendlichen bei 16 Prozent. "Ein Anteil von knapp 43 Prozent Französisch-Lernenden in der gymnasialen Oberstufe ist sogar im Ländervergleich der bundesweite Spitzenwert. In Rheinland-Pfalz kommen zudem mehr als 20 Prozent der Grundschülerinnen und Grundschüler in den 990 Grundschulen ab der ersten Klasse und sogar schon Kinder in mehr als 130 Kindertagesstätten sehr früh in Kontakt mit Französisch ", betonte die Bildungs- und Jugendministerin.

Der 2003 aus Anlass des 40. Jahrestages des Elysée-Vertrags ins Leben gerufene Deutsch-Französische Tag steht in diesem Jahr unter dem Motto "Frankreich schlägt Brücken für Beruf und Karriere – L´allemand, un passeport pour des métiers et des carrières en Europe" und soll vor allem in Frankreich für das Erlernen der deutschen Sprache werben, aber auch in Deutschland Französisch populärer machen. Doris Ahnen unterstrich: "Fremdsprachenkenntnisse sind auf dem Arbeitsmarkt ein immer wichtiger werdender Qualifikationsvorsprung. Sie haben aber auch zentrale Bedeutung für ein gemeinschaftliches Miteinander in einem zusammenwachsenden Europa und für die Verständigung in der Welt insgesamt."

Anregungen und Vorschläge für Projekte rund um den Deutsch-Französischen Tag sowie Hintergrundmaterial und zahlreichen Links zu den Partnersprachen Deutsch und Französisch finden sich im Internet auf dem zweisprachigen Portal: www.fplusd.de.


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