Schulen brauchen kein Gängelband
Die Bildungsgewerkschaft begrüßt die Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofes Baden-Württemberg in Mannheim, dass auch Vertreter/innen der Partei "Die Linke" an Podiumsdiskussionen in Schulen teilnehmen dürfen.
28.02.2011 Pressemeldung GEW Baden-Württemberg"Wir verstehen nicht, warum Kultusministerin Marion Schick die Schulen am Gängelband führen will. Anstatt froh zu sein, wenn Lehrkräfte sowie Schülerinnen und Schüler Podiumsdiskussionen organisieren, werden den engagierten jungen Leuten Steine in den Weg gelegt. Gerade angesichts der sinkenden Wahlbeteiligung von Erstwählern freuen wir uns über politisch aktive Schülerinnen und Schüler, die dafür sorgen, dass an den Schulen solche Diskussionen geführt werden. Wir haben in Baden-Württemberg starke Schulleiterinnen und Schulleiter, die auch ohne Anweisung dafür sorgen können, dass keine links- oder rechtsextremen Politiker in Schulen auftreten", sagte am Montag (28.02.) in Stuttgart Doro Moritz, Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW).
Die GEW-Landesvorsitzende hatte bereits Anfang Februar in einem Brief an die Kultusministerin verlangt, die Entscheidung über die Zusammensetzung der Podiumsdiskussionen in Schulen nicht von Stuttgart aus zu verordnen.
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