Schulfrieden – ein Gewinn für Standort NRW
"Der Geist der Bildungskonferenz und der von der Ministerin initiierte Schulfrieden trägt. Nur auf dieser Basis war es möglich, mit der Sekundarschule ein wohnortnahes Schulangebot zu sichern und den Verfassungsrang der Hauptschule aufzulösen. Zu betonen ist auch, dass ohne die Bereitschaft der CDU, sich notwendigen Veränderungen zu stellen, ein Konsens nicht möglich gewesen wäre", erklärt Udo Beckmann, Vorsitzender des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE NRW), zur heutigen Plenarsitzung der Abgeordneten im Landtag in Düsseldorf.
19.10.2011 Pressemeldung Verband Bildung und Erziehung, Landesverband NRWDer VBE begrüße es ausdrücklich, dass es CDU, SPD und Bündnis 90/Die Grünen gemeinsam gelungen ist, einen fast 40 Jahre dauernden Schulstreit zu beenden und einen Schulkonsens zu erreichen. Bei der neuen Schulform "Sekundarschule" handele es sich um eine demografisch, pädagogisch und gesellschaftlich notwendige Weiterentwicklung der Schulstruktur.
"Doch leider ist dieses neue gemeinsame Schulverständnis noch nicht bei allen Schulträgern angekommen", macht Beckmann deutlich. "Einige von ihnen verfallen in unverständliche Hektik und versuchen Veränderungen Top-Down durchzudrücken." Der VBE fordere die Schulträger auf, die Diskussion um die notwendigen Veränderungen vor Ort mit hoher Transparenz mit allen an Schule Beteiligten zu führen. Schule könne man nicht gegen, sondern nur mit den betroffenen Menschen verändern.
Der VBE wiederholt seine Forderung, dass die mit der Gründung von Sekundarschulen verbundene Schließung von bestehenden Haupt- und Realschulen durch transparentes Personalkonzept begleitet wird.
Der VBE sei zudem der Auffassung, dass nach Einführung der Sekundarschule die Schulaufsicht für die gesamte Sekundarstufe I neu zu regeln ist. Es sei Aufgabe der Politik, eine neue Schulaufsicht ´Sekundarstufe I` zu installieren, in der die Aufsicht für Haupt-, Real- und Sekundarschulen zusammengeführt werde, und die die Aufsicht über Haupt-, Real- und Sekundarschule habe.
Beckmann abschließend: "Aus gewerkschaftlicher Sicht muss der Weiterentwicklung in der Schulstruktur endlich auch eine Weiterentwicklung in der Besoldungsstruktur hin zu einer gleichen Bezahlung für alle Lehrerinnen und Lehrer folgen."
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