Schulministerin Sommer, Verkehrsminister Wittke und Verkehrswachtpräsident Hardt: Schulanfänger brauchen Unterstützung im Verkehr

Schulministerin Barbara Sommer und Verkehrsminister Oliver Wittke rufen zum bevorstehenden Schuljahresbeginn in der kommenden Woche gemeinsam mit der Landesverkehrswacht dazu auf, die Erstklässler auf dem Weg von und zur Schule besonders zu unterstützen.

01.08.2007 Nordrhein-Westfalen Pressemeldung Ministerium für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen

Schulministerin Barbara Sommer rät den Eltern: "Üben Sie den konkreten Schulweg mehrmals gemeinsam mit Ihrem Kind, sprechen Sie mit ihm über Gefahren und sicheres Verhalten. Kinder sehen und hören anders als Erwachsene. Sie schätzen daher viele Situationen nicht richtig ein, lassen sich schnell ablenken, reagieren dann impulsiv und sind rasch überfordert." Deshalb sei es besonders wichtig, Schulanfängern zu zeigen, wo sie die Fahrbahn überqueren sollen, so die Ministerin. "Ideal sind Stellen, die durch Ampelanlagen oder Schülerlotsen gesichert sind. Weisen Sie die Erstklässler auch auf mögliche Gefahren durch Ein- oder Ausfahrten auf dem Gehweg hin." Den Schulanfängern sollte erst erlaubt werden, mit Freunden oder allein zu gehen, wenn die Eltern davon ausgehen können, dass die Kinder sich richtig verhalten und Absprachen beherzigen. "Sehr wichtig ist auch, dass sie früh genug losgehen, denn wer sich beeilen muss, achtet weniger auf Gefahren im Verkehr ", sagt Sommer.

"Indem wir den Umbau von Gefahrenstellen fördern und vor Schulen Geschwindigkeitsbegrenzungen und Überholverbote einrichten, wollen wir die Schulwege sicherer gestalten", erklärt Verkehrsminister Oliver Wittke. Für solche Projekte hat das Verkehrsministerium in den vergangenen zehn Jahren mehr als zehn Millionen Euro bereitgestellt.

Zum Schulbeginn erhalten die Eltern der Erstklässler in den Schulen den Ratgeber "Sicher und mobil – Kinder auf den Straßenverkehr vorbereiten". Lehrerinnen und Lehrer können die Arbeitsmappe "Abgeschnallt" beim Verkehrsministerium anfordern. Mit einem Theaterstück bzw. einem Hörspiel auf CD und vorbereiteten Arbeitsbögen lernen die Schülerinnen und Schüler auf altersgemäße Weise die Chancen und Risiken der Mobilität kennen.

Verkehrswachtpräsident Heinz Hardt unterstrich, dass der kürzeste Weg nicht immer der sicherste sei. "Die Schulwegpläne der Gemeinden weisen auf besondere Gefahrenstellen hin. Alle Schulkinder müssen wissen, dass der festgelegte Weg verbindlich ist." Eltern sollten mit den Erstklässlern aber auch besprechen, wie sie sich bei unvorhergesehenen Störungen, wie zum Beispiel bei einer Gehwegsperrung verhalten sollen.

Die beiden Minister und die Landesverkehrswacht appellieren an alle Verkehrsteilnehmer: Verkehrserziehung findet in erster Linie im Straßenverkehr statt. Deshalb ist als Vorbild ein korrektes Verkehrsverhalten aller Verkehrsteilnehmer im Straßenverkehr vor allem zum Schutz unserer jüngsten Verkehrsteilnehmer nötig.


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