Schulstart darf kein Fehlstart sein

"Die Einschulung ist für Kinder ein wichtiger Schritt auf dem Weg zum Erwachsenwerden, den die Eltern begleiten sollten", erklärt Udo Beckmann, Vorsitzender der Lehrergewerkschaft Verband Bildung und Erziehung (VBE NRW). " Kinder freuen sich normalerweise auf ihren ersten Schultag und ihre neue Rolle. Darauf können Eltern aufbauen."

02.08.2006 Pressemeldung Verband Bildung und Erziehung, Landesverband NRW

Die Schultüte gehört traditionell zum Schulstart. Sie sollte liebevoll gestaltet sein und kann neben Süßigkeiten auch nützliche Kleinigkeiten enthalten.

"Die Schultüte sollte aber nicht zum Statussymbol für die Eltern werden", so Beckmann weiter. "Wenn Eltern sich gegenseitig zu übertrumpfen versuchen, wäre das ein grundlegend falscher Einstieg in die Schulzeit, in der Kinder unterschiedlicher sozialer Herkunft gemeinsam lernen und leben sollen."

Eltern können mit ihren Kindern zusammen den Schulweg schon wenige Tage vor Schulbeginn abgehen und auf mögliche Gefahren aufmerksam machen. Später ist es aber ein wichtiger Beitrag zur Entwicklung der Selbstständigkeit von Kindern, den Schulweg allein oder mit Freunden zusammen zu bewältigen.

"Ein Kind täglich zur Schule zu fahren und nach Schulschluss wieder abzuholen, ist dagegen eine Überbehütung. Eltern tun ihren Kindern keinen Gefallen, wenn sie sie nicht Schritt für Schritt unabhängiger werden lassen."

Von Anfang an sollten Eltern darauf achten, dass der Schulranzen nicht zu schwer ist. Grundsätzlich sollte er nicht mehr als ein Zehntel des Körpergewichts des Kindes wiegen und im Leerzustand nicht schwerer als 1,2 Kilogramm sein.

"Kinder neigen dazu, viel zu viele Dinge mit sich herumzuschleppen und damit den Rücken zu überlasten", so Beckmann anschließend. "Deshalb sollten Eltern den Inhalt des Schulranzens ab und zu kontrollieren. Ist er auf Dauer zu schwer, kann das zu Wirbelsäulenverkrümmungen und Fußverformungen führen."


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