Bayern

Schulstart: Zeit, längst bekannte Probleme anzupacken

Bayerns Schülerinnen und Schüler und ihre Lehrkräfte starten nächsten Dienstag in ein neues Schuljahr. An den Realschulen konnte die Unterrichtsversorgung zwar erneut sichergestellt werden, trotzdem liegen alte Probleme weiterhin auf dem Tisch: hohe Klassenstärken, Unterrichtskürzung, immer neue Forderungen aus der Politik, die für Unruhe sorgen, aber keine Verbesserung der Unterrichtsqualität bringen und Lehrkräfte, die an der Belastungsgrenze arbeiten während tausende Junglehrer ohne Stelle sind.

14.09.2014 Pressemeldung Verband Reale Bildung

"Unsere Realschullehrer gehen motiviert und voller Elan ins neue Schuljahr", erklärt der Vorsitzende des brlv, Anton Huber. "Sie sind überzeugt von den Stärken ihrer Schulart und wollen das aktuelle Bildungskonzept weiter verbessern. Konkret bedeutet das, die Realschule mit mehr Unterrichtszeit auszustatten, damit sie als moderner Lernort weiterentwickelt werden kann, an dem die Schülerinnen und Schüler individuell in ihren Talenten gefördert und gefordert werden."

Möglich sei die Umsetzung dieser Ziele jedoch nur bei einer entsprechenden Versorgung mit bestens qualifiziertem pädagogischem Personal, vor allem mit mehr Lehrkräften, so Huber. Nachdem in diesem Jahr über 90 Prozent der Junglehrer keine Stelle beim Staat erhalten haben, sei die Lage äußerst angespannt: "Wir wollen die großen Klassen abbauen, Intensivierungsstunden anbieten, die Ganztagsschule aufbauen und die von Vernunft getragene Inklusion weiter vorantreiben. Das schaffen wir jedoch nur mit dem entsprechenden Nachwuchs an jungen Lehrkräften. Deshalb werden wir auch in diesem Jahr vehement dafür eintreten, dass die Staatsregierung ihre Versprechungen erfüllt und weiter in die Bildung unserer Kinder an den Realschulen investiert. Dabei muss klar sein, dass die demografische Rendite lediglich dafür ausreicht, die alten Ziele von 2008 zu erreichen. Die vielen neuen Ziele müssen zusätzlich finanziert werden, dafür stehen jetzt genügend bestens ausgebildete Realschullehrkräfte zur Verfügung!"

www.brlv.de

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