"Schulverbünde sichern möglichst viele Hauptschulstandorte möglichst lange"

"Die Schulverbünde von kleinen selbständigen Hauptschulen garantieren ein hochwertiges Bildungsangebot für Schülerinnen und Schüler in der Fläche und sichern möglichst viele Hauptschulstandorte möglichst lange", verwahrte sich Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle gegenüber der Kritik der Freien Wähler an der Weiterentwicklung der Hauptschule zur Mittelschule.

07.10.2009 Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

Das Gesamtkonzept zur Weiterentwicklung der Hauptschule zur Mittelschule hat für Minister Spaenle zwei Ziele: "Die Mittelschule als Hauptschule mit einem breit gefächerten Bildungsangebot mit einer umfassenden individuellen Förderung eröffnet unseren Schülern neue Chancen auf dem Weg zum Beruf." Dabei bleiben die Schüler in einem Klassenverband, in dem eine umfassende Allgemeinbildung vermittelt wird. Die Schüler können sich allerdings für einen der drei angebotenen Zweige Technik, Wirtschaft und Soziales entscheiden, die sehr flexibel gestaltet werden können. Um diesen effizient zu gestalten, arbeiten die Schulen eng mit Unternehmen und der Berufsschule zusammen. Dabei können auch kleine Hauptschulstandorte vor Ort mehr als einen Zweig anbieten.

"Wir wollen zudem möglichst viele Hauptschulstandorte möglichst lange erhalten", so Dr. Spaenle. Deshalb können mehrere kleinere selbständige Hauptschulen sich zu einem Schulverbund zusammenschließen und dabei als Standorte erhalten bleiben. Eine Mindestzahl von 300 Schülern, die die Gründung eines Schulverbundes verhindern würde, gibt es nicht, tritt Spaenle einer Fehleinschätzung der Freien Wähler entgegen. "Auf diese Weise stellen wir sicher, dass unsere Schülerinnen und Schüler wohnortnah eine qualitativ wertvolle Schulbildung erwerben können", so der Minister und verweist damit auch auf die mit Schulstandorten verbundene Lebensqualität und den Standortvorteil. "Auch kleine Standorte werden im Schulverbund zur Mittelschule werden", so der Minister. "Gerade im Verbund haben kleinere Hauptschulen Zukunft."

Eine geschickte Organisation der Stunden und Angebote kann zusätzliche Schülerfahrten vermeiden oder auf ein begrenztes Maß reduzieren, von einem "Wanderzirkus" könne keine Rede sein.

Der Vorschlag der Freien Wähler erfüllt diese Ziele nur bruchstückhaft, so der Minister.

"Ich begrüße es", so der Minister abschließend, "dass die Freien Wähler ebenso wie die Regierungsfraktionen zu einem differenzierten Bildungswesen stehen, bei dem die Hauptschule eine Säule darstellt."

Um ab dem Schuljahr 2010/2011 eine "Mittelschule" zu werden, sollen größere Hauptschulen oder auch ein Schulverbund aus mehreren kleinen Hauptschulen ihren Kindern ein vielfältiges Bildungsangebot unterbreiten. Von zentraler Bedeutung sind dabei mehr berufliche Orientierung, ein Ganztagsangebot, differenzierte Bildungsabschlüsse bis zum mittleren Bildungsabschluss und eine zusätzliche modulare und individuelle Förderung.


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